Vier Werkbänke, ein Workflow.
Die Klassenarbeiten-Werkstatt besteht aus vier eigenständigen Werkzeugen. Drei bilden zusammen den vollen Workflow einer schriftlichen Klassenarbeit ab, vom ersten Entwurf bis zur Rückmeldung; die Sprechprüfung ist die mündliche Alternative, die eine Klassenarbeit ersetzen kann. Jedes Modul funktioniert für sich, kann aber mit den anderen verkettet werden. „Klassenarbeit erstellen“ und das Feedback-Werkzeug unterstützen sowohl die Sekundarstufe I (Noten 1 bis 6) als auch die gymnasiale Oberstufe (Notenpunkte 00 bis 15); die Stufe wird pro Arbeit gewählt (siehe Kapitel Erstellen).
Die vier Werkbänke im Überblick
Wie Daten zwischen den Modulen wandern
Die Module tauschen Daten über JSON-Dateien aus, die man selbst zwischen ihnen weitergibt. Das hat zwei Gründe: Eigenständigkeit (jedes Werkzeug funktioniert auch ohne die anderen) und Datenschutz (man hat die Hoheit über die Datei und kann sie löschen, wann man will).
Von „Klassenarbeit erstellen“ zum Feedback-Werkzeug gibt es zusätzlich einen direkten Weg: Der Knopf „An Feedback übergeben →“ in Schritt 5 legt die Arbeit im lokalen Browser-Speicher ab und öffnet das Feedback-Werkzeug, das daraus eine neue Korrekturrunde anlegt. Das klappt im selben Browser auf demselben Rechner; der Weg über die Datei („Als JSON sichern“) bleibt daneben bestehen und ist für die Klausur-Werkbank und für Kolleg:innen der richtige.
Eine JSON-Sicherung aus „Klassenarbeit erstellen“ enthält etwa folgende Struktur (gekürzt):
Dieselbe Datei nimmt das Feedback-Werkzeug entgegen, die Klausur-Werkbank hängt sie an eine Klausur an (dort mit dem Knopf „Aufgaben anhängen“, bis Version 0.18.1 „Planer-Build anhängen“), und „Klassenarbeit erstellen“ lädt sie auf einem anderen Rechner wieder ein. Ältere Dateien aus dem KA-Planer (Stage „planung“) und dem KA-Builder lassen sich ebenfalls laden.
Wo Daten gespeichert werden
Sämtliche Daten der Tools liegen im Browser, genauer gesagt in einer technischen Schublade namens IndexedDB. Diese Schublade gehört zur Browser-Installation und ist an Browser, Gerät und Profil gebunden. Wenn man auf einem Schulrechner arbeitet und am nächsten Tag zu Hause weitermachen möchte, exportiert man die Datei als JSON, schickt sie sich selbst per E-Mail oder Cloud-Speicher und lädt sie zu Hause wieder ein.
vendor/; beim Öffnen geht keine Anfrage an Google. Wenn KI-Funktionen genutzt werden (etwa für Item-Entwürfe in „Klassenarbeit erstellen“), passiert das ausschließlich per kopiertem Prompt, den man selbst in ein KI-Werkzeug einfügt; einen API-Key gibt es in den Browser-Werkzeugen nicht. Das Feedback-Tool entfernt beim Erzeugen der Prompts den Schülernamen aus dem Schülertext.
Eine Klassenarbeit, in einem Zug gebaut.
„Klassenarbeit erstellen“ fasst den bisherigen KA-Planer und den KA-Builder in einem Werkzeug zusammen. In fünf Schritten entsteht die Arbeit: Rahmen, Kompetenzen, Aufgaben, Bewertung, Fertigstellen. Rechts steht jederzeit der Korrekturrand mit dem, was schon passt, was noch fehlt und was so nicht geht, jeweils mit Fundstelle. Im Reiter „Vorschau“ wächst die echte Word-Datei mit.
Auf der leeren Startfläche öffnet „Beispiel ansehen“ eine halb fertige Arbeit: „Beispiel: Our school garden“, Englisch, Jahrgang 8, Niveau A2+, 90 Minuten, Leseverstehen und Schreiben. Am Rand stehen dann zwei Punkte unter „Fehlt noch“ (zu wenige Items, nur ein Lesetext). An dieser Arbeit lässt sich alles gefahrlos ausprobieren; über „⋯“ und „Diese Arbeit löschen“ ist sie wieder weg.
Vorab: fünf Stolperfallen
- Gespeichert wird nur in diesem Browser. Alles landet automatisch in der Browser-Datenbank dieses Geräts. Wer am Schulrechner anfängt und zu Hause weitermacht, sichert vorher über „⋯“ und „Als JSON sichern“ und lädt die Datei zu Hause über „⋯“ und „JSON-Datei laden“.
- Aufgaben entstehen erst in Schritt 2. Solange keine Kompetenz gewählt ist, steht in Schritt 3 nur „Noch keine Aufgaben. Erst in Schritt 2 die Kompetenzen wählen; je Kompetenz entsteht dann eine Aufgabe.“
- „An Feedback übergeben →“ funktioniert nur im selben Browser und auf derselben Adresse (also nicht von der Online-Fassung in eine lokal geöffnete Datei). Im privaten Fenster oder bei vollem Speicher scheitert die Übergabe mit „Übergabe im Browser nicht möglich (Speicher voll oder privater Modus). Bitte die JSON-Datei im Feedback-Werkzeug laden.“ Deshalb den Haken „zusätzlich als JSON-Datei sichern“ gesetzt lassen.
- Der Korrekturrand kann sich bei der Aufgabenstellung irren. Meldungen zu Wortzahlen, Sprachvorgaben, Übersetzungs- oder Lückentextaufträgen beruhen auf Suchmustern. Trifft eine solche Meldung nicht zu, blendet „passt so“ sie für diese Aufgabe aus.
- Die Vorschau ist die echte Word-Datei, aber im Browser gezeichnet. Seitenumbrüche und Zeilennummern können in Word leicht abweichen; vor dem Kopieren einmal die heruntergeladene Datei in Word ansehen.
Einstieg
Beim ersten Öffnen erscheint eine Startfläche mit vier Wegen:
- „Geführt starten“: neue Arbeit mit kurzem Rundgang durch die fünf Schritte. Der Rundgang lässt sich mit „Nicht mehr zeigen“ abschalten und über „?“ Hilfe oder „⋯“ und „Rundgang erneut zeigen“ wieder aufrufen.
- „Direkt loslegen“: neue, leere Arbeit ohne Erklärungen.
- „Beispiel ansehen“: die Beispielarbeit von oben.
- „Datei laden“: einen Plan, Build oder eine Arbeit als JSON öffnen, auch aus dem alten Planer oder Builder.
Oben in der Kopfzeile stehen danach der Titel der offenen Arbeit (ein Klick öffnet „Meine Arbeiten“, die Liste aller gespeicherten Arbeiten mit Suchfeld), „?“ Hilfe, der Mond- bzw. Sonnenknopf für den Dunkelmodus, das Menü „⋯“ und „+ Neue Arbeit“. Im Menü „⋯“ liegen: „JSON-Datei laden“, „Aus Einheitsplanung übernehmen“ (Datei .ltc.json), „Als JSON sichern“, „Arbeit duplizieren“, „Beispiel öffnen“, „Rundgang erneut zeigen“, „Anleitung im Handbuch ↗“ und „Diese Arbeit löschen“.
ka-planer.html und ka-builder.html leiten auf „Klassenarbeit erstellen“ weiter.
Die fünf Schritte
Links steht die Schrittleiste (auf schmalen Bildschirmen oben). Sie ist eine Navigation, kein Zwang: Jeder Schritt lässt sich jederzeit anklicken und ändern. Ein Ring zeigt, wie viele Schritte erledigt sind; eine kleine Zahl am Schritt nennt die offenen Punkte am Rand. Unten in jedem Schritt führen „← …“ und „Weiter: … →“ zum Nachbarschritt.
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Rahmen
Felder: „Titel der Arbeit“, „Datum“, „Sprache“ (Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch), „Jahrgang“, „Niveau (GeR)“, „Gesamtzeit (Min.)“, „Lerngruppe“, „Themenfeld / Unit“. Titel, Datum und Lerngruppe erscheinen auf dem Deckblatt bzw. in der Kopfzeile jeder Seite.
Darunter die Stufe: „Sek I · Noten 1 bis 6“ oder „Sek II · Notenpunkte 00 bis 15“. Sie folgt dem Jahrgang (ab Jahrgang 11 Sek II); ein Klick stellt sie von Hand um, danach ändert ein Wechsel des Jahrgangs sie nicht mehr. In Sek II kommen drei Felder dazu: „Kursart“ (gA oder eA), „Fremdsprache“ (fortgeführt oder neu beginnend, also Sprachlehrgang) und „Klausurtyp“ („Normale Klausur“ oder „Unter Abiturbedingungen (HV + SM + Schreiben)“).
Der aufklappbare Bereich „Deckblatt: Schule, Lehrkraft, Hilfsmittel, Logo“ nimmt Schule, Lehrkraft, „Erlaubte Hilfsmittel“ und das Schullogo auf („Logo hochladen“). Das Logo wird einmal pro Browser gespeichert und gilt für alle Arbeiten.
Im Beispiel: Titel „KA 2 · Year 8 · School Life“, Englisch, Jahrgang 8, A2+, 90 Minuten, Lerngruppe 8c.
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Kompetenzen
Auswahlkacheln, links rezeptiv („mit Items und BE“): HV Hörverstehen, HSV Hör-/Sehverstehen, LV Leseverstehen; rechts produktiv („integrativ bewertet“): SCH Schreiben, SM Sprachmittlung. Ein Klick wählt eine Kachel. Was nicht zusammenpasst, ist gesperrt, und der Grund steht direkt an der Kachel, etwa „nur eine produktive Kompetenz je Arbeit (Schreiben ist gewählt)“. Darunter fasst der Kasten „Was geht“ die Regel mit Fundstelle zusammen.
Je gewählter Kompetenz entsteht in Schritt 3 eine Aufgabe. Unter Abiturbedingungen (Sek II) gehören Hörverstehen, Sprachmittlung und Schreiben zusammen.
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Aufgaben
Oben steht eine Übersicht (Aufgaben mit Minuten, „Zeit … von … Min.“, Zahl der Items und BE), darunter je Aufgabe ein Reiter. „+ Teilaufgabe“ legt zu einer gewählten Kompetenz eine weitere Teilaufgabe an, etwa einen zweiten Lesetext mit eigenen Items. Rezeptive Aufgaben stehen auf dem Blatt immer vor den produktiven.
In jeder Aufgabe: „Titel der Aufgabe“, „Zeit (Min.)“ und „Aufgabenstellung (in der Zielsprache, wie sie auf dem Blatt steht)“. Unten verschieben „↑ Nach vorn“ und „↓ Nach hinten“ die Aufgabe; „Aufgabe löschen“ entfernt sie.
Rezeptive Aufgaben (HV, HSV, LV):
- Texte: „+ Text“ bzw. „+ Hörtext“ legt eine Texteinheit an. Jeder Lesetext wird mit Zeilennummern gedruckt (alle fünf Zeilen), damit Belege per Zeilenangabe gehen. Ein Hörtext-Skript steht nur im Erwartungshorizont, nicht auf dem Schülerblatt.
- Hören: „Wiedergabe“ (einmal, zweimal, dreimal) und „Lesezeit vor dem ersten Hören (Min.)“ kommen als Ansage aufs Blatt.
- Items: unten Format wählen und „+ Item“ klicken; im Item lässt sich das Format über MC, KA, ZUO, TAB, RFB jederzeit wechseln. Frage formulieren, Lösung und Distraktoren eintragen, Verstehensebene (Global, Selektiv, Detail) markieren, BE eintragen. ↑ und ↓ sortieren um, ⧉ dupliziert, ✕ löscht. Bei mehreren Texten weist die Zeile über der Liste mit „alle zuweisen“ alle noch nicht zugeordneten Items einem Text zu.
Produktive Aufgaben (SCH, SM): Im Kasten „Rahmen der Aufgabe“ stehen „Textsorte“, „Operator“, „Anforderungsbereiche“ (AFB I bis III), „Adressat:in“ und „Kommunikationssituation“. Dazu „Material“ (optional, Zitat, kurzer Text oder Statistik, gedruckt mit Zeilennummern); bei der Sprachmittlung heißt das Feld „Ausgangstext (Deutsch)“ und ist Pflicht.
Bild (optional, jede Aufgabe): „+ Bild wählen“, ein Bild hineinziehen oder nach einem Klick mit Cmd/Strg + V einfügen; PNG oder JPG bis 3 MB. Es erscheint unter der Aufgabenstellung, zentriert, mit Quelle darunter.
Format Was reinkommt MC Frage und drei oder höchstens vier Antwortoptionen, eine als richtig markiert. Zwei Optionen sind wegen der Ratewahrscheinlichkeit nicht valide (Erl. 2015 Nr. 3). KA Frage und erwartete Kurzantwort. Kurzantworten umfassen 1 bis 5 Wörter, in Spanisch 1 bis 6 (Erl. 2015 Nr. 3 · KC SN S. 69). ZUO Paare aus linker und rechter Seite, die einander zugeordnet werden; jedes Paar zählt als Element. TAB Tabellenzeilen mit Vorgabe und einer Spalte, die ergänzt wird; jede Zeile zählt als Element. RFB Richtig/Falsch mit Beleg, nur beim Leseverstehen: Aussage, Wahrheitswert und erwarteter Beleg (Zitat oder Zeilenangabe). Beim Hörverstehen nicht zulässig, im Spanischen kein valides Format, sonst nur ergänzend, nie als einziges Format (Erl. 2015 Nr. 3 · KC SN S. 62, Fn. 20). Hörverstehen: Ein Audio erzeugt das Werkzeug nicht. In jeder HV-Aufgabe stehen zwei aufklappbare Hilfen: „Leitfaden: gute Hörverstehensaufgaben“ (Konstruktionsprinzipien nach Rita Green, Designing Listening Tests, 2017, ergänzt um Umfang und Ablauf mit Fundstellen) und „Audio vorbereiten: schneiden mit Audacity, vertonen mit ElevenLabs“ mit Klick-für-Klick-Anleitung: Abschnitt trimmen, Stille für Lesezeit und Pausen erzeugen, zweiten Durchgang einfügen, Lautstärke normalisieren, als MP3 exportieren; eigene Hörtexte bei ElevenLabs unter „Text to Speech“ vertonen, Dialoge Rolle für Rolle. Vor der Arbeit die Hördatei einmal im Klassenraum über die echte Anlage abspielen. -
Bewertung
Alles in diesem Schritt landet im Erwartungshorizont für die Lehrkraft, nichts auf dem Schülerblatt.
- „Für die ganze Arbeit“: „Gewichtung Inhalt (%)“ und „Gewichtung Sprache (%)“ (Summe 100 %), dazu „Anteil rezeptiv an der Note (%)“ und „Anteil produktiv an der Note (%)“. Mit diesen Anteilen rechnet das Feedback-Werkzeug die Gesamtnote.
- Rezeptive Aufgaben: Der Lösungsschlüssel entsteht aus den Items in Schritt 3 und wird hier als Tabelle gezeigt (Nr., Format, Lösung, Ebene, BE). Darunter ein Feld „Ergänzender Antwortschlüssel (optional)“, etwa für akzeptierte Varianten.
- Produktive Aufgaben: „Bewertungsplan“ mit abweichender Gewichtung (nur wenn diese Aufgabe anders gewichtet werden soll; dann beide Felder füllen), „Ziel-Niveau“ und „Bewertungskriterien“ zum Anklicken. Darunter der „Erwartungshorizont“: „Inhalt: erwartete Aspekte“, „Sprache: was erwartbar ist“, „Mindestanforderungen (gerade noch ausreichend)“ und „Musterlösung“.
- Ankertexte: bis zu fünf erfundene Beispieltexte je Leistungsbereich, zur Abstimmung vor der Korrektur; sie stehen im Erwartungshorizont. Per KI oder mit „+ Ankertext von Hand“.
- Sek II: Bei der Schreibaufgabe lassen sich gewichtete „Teilaufgaben der Schreibaufgabe (Inhaltsnote je Teil)“ aus Bausteinen anlegen: „+ Inhaltsangabe / Darstellung“, „+ Analyse“, „+ Kommentar / Stellungnahme“, „+ Gestaltendes / Kreatives Schreiben“, „+ Eigener Teil“. Die Summe muss 100 % ergeben; „gleich verteilen“ hilft. Die Teile wandern unverändert ins Feedback-Werkzeug, wo je Teil eine Teilnote vergeben wird.
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Fertigstellen
Oben steht, wie viele Punkte am Rand noch offen sind („Herunterladen geht trotzdem, etwa für einen Zwischenstand“). Dann:
- „Parallelfassung B erzeugen“ (Schalter): Fassung B mischt die Antwortoptionen bei Multiple Choice und die Buchstaben bei Zuordnungen neu; Kurzantworten, Tabellen und Richtig/Falsch bleiben gleich. Für produktive Aufgaben erscheint in Schritt 3 der Kasten „Fassung B“ mit „Aufgabenstellung B“ und „Material B“ (leer lassen heißt: B übernimmt A).
- Dateien: „Alles als ZIP“ mit „⇩ Herunterladen“ (Teil 1, Teil 2, Erwartungshorizont, bei Parallelfassung jeweils A und B, dazu die JSON-Sicherung) oder einzeln mit „⇩ Word“: „Teil 1 · rezeptiv“ (wird direkt auf dem Blatt bearbeitet), „Teil 2 · produktiv“ (geschrieben wird auf separatem Papier) und „Erwartungshorizont“ (Lösungen, Skripte, Bewertungsplan, Ankertexte; nicht austeilen). „Vorschau“ neben jeder Datei öffnet sie im Reiter „Vorschau“.
- „Weiter zur Korrektur“: „An Feedback übergeben →“ öffnet das Feedback-Werkzeug mit dieser Arbeit; dort entsteht eine neue Korrekturrunde. Der Haken „zusätzlich als JSON-Datei sichern“ legt gleichzeitig eine Datei in den Download-Ordner. „⇩ Als JSON sichern“ sichert nur die Datei, zum Weitergeben an Kolleg:innen, für die Klausur-Werkbank oder als Sicherung. „Zur Werkbank →“ führt zur Klausur-Werkbank fürs Digitalisieren der Handschrift.
- „Vor dem Kopieren“: eine kurze Checkliste, etwa „Datum und Lerngruppe in der Kopfzeile stimmen“ und „Jede Teilaufgabe bleibt lösbar, auch wenn eine vorherige nicht gelöst wurde (Erl. 2015 Nr. 1)“.
Der Korrekturrand
Rechts neben der Arbeit liest der Korrekturrand bei jeder Eingabe den aktuellen Stand und sortiert seine Meldungen in vier Gruppen:
- Geht so nicht klare Verstöße gegen eine Vorgabe, etwa Richtig/Falsch-Items im Hörverstehen.
- Fehlt noch was für eine vollständige Arbeit noch fehlt, etwa zu wenige Items oder eine fehlende Aufgabenstellung.
- Hinweise Empfehlungen und Orientierungswerte, die nicht bindend sind.
- Erfüllt was schon passt, etwa „Eine rezeptive und eine produktive Teilkompetenz.“
Unter jeder Meldung steht ihre Fundstelle (Erlass, KC, Abschnitt). Ist die Fundstelle unterstrichen, öffnet ein Klick darauf die Belegstelle im Wortlaut (in den Hilfetexten heißt dieser Link „Quelle“). Ein Klick auf die Meldung selbst springt an die betroffene Stelle, also in den richtigen Schritt und zur richtigen Aufgabe. Meldungen zur Aufgabenstellung, die auf Suchmustern beruhen, haben zusätzlich „passt so“: Das blendet sie für diese Aufgabe aus. Am Ende des Rands steht dann, wie viele Meldungen ausgeblendet sind, und „wieder zeigen“ holt sie zurück. Ist nichts mehr offen, erscheint oben „Bereit für den Druck.“
Unter den Meldungen stehen Werkstatt-Tipps passend zur Arbeit (etwa „Distraktoren bei Multiple Choice“ oder „Authentische Kommunikationssituation“), jeweils mit „⎘ Prompt kopieren“. Auf Telefon und iPad hochkant (bis 900 px Breite) steht der Rand nicht daneben: Dann öffnet der Knopf „Korrekturrand“ unten rechts (mit der Zahl offener Punkte) ein ausklappbares Blatt, ✕ schließt es.
Meldung am Rand, was tun
Die häufigsten Meldungen, wörtlich wie im Werkzeug (Zahlen und Aufgabennamen je nach Arbeit):
| Meldung am Rand | Was tun |
|---|---|
| Fehlt noch LV: 7 Items gebaut, für A2+ sind mindestens 20 vorgesehen. Es fehlen noch 13.KC SN S. 60 · Erl. Items 2018 |
In Schritt 3 Items ergänzen. Gezählt wird über alle Teilaufgaben einer Kompetenz zusammen; oft ist „+ Teilaufgabe“ mit einem zweiten Text der bessere Weg als ein überlanger erster Text. |
| Fehlt noch LV: nur ein Text. Eine valide Überprüfung braucht mehrere Lesetexte (Leseverstehen: „erforderlich“).Erl. 2015 Nr. 4 · KC SN S. 60 f. · Erl. Items 2018 |
Einen weiteren Text anlegen: in derselben Aufgabe mit „+ Text“ oder als neue Teilaufgabe mit „+ Teilaufgabe“. |
| Fehlt noch LV: 2 Aufgabenformate. Für eine valide Überprüfung sollten drei bis vier unterschiedliche Formate eingesetzt werden.KC SN S. 60 f. · Erl. Items 2018 · Erl. 2015 Nr. 3/4 |
Ein drittes Format ergänzen, etwa Zuordnung (ZUO) oder Tabelle (TAB). Das Format eines vorhandenen Items lässt sich im Item selbst umstellen. |
| Geht so nicht HV: 2 Item(s) im Format Richtig/Falsch mit Beleg. Das ist beim Hörverstehen nicht zulässig und zählt nicht.Erl. 2015 Nr. 3 |
Die betroffenen Items im Item auf MC, KA, ZUO oder TAB umstellen und neu formulieren. |
| Fehlt noch Aufgabe 1 · LV, Item 3: keine richtige Antwort markiert. |
Auf die Meldung klicken, im Item die richtige Option markieren. Leere Optionen zählen nicht mit. |
| Geht so nicht SCH: Die Aufgabenstellung enthält eine Wort- oder Satzzahl. Eine Mengenvorgabe darf kein striktes Kriterium sein; gestalterische Freiheit hat Vorrang. („120 words“)Herleitung: KC SN S. 60 · Erl. 2015 Nr. 1 |
Die Zahl aus der Aufgabenstellung nehmen. Hat das Suchmuster eine Stelle getroffen, die gar keine Mengenvorgabe ist, die Meldung mit „passt so“ ausblenden. |
| Fehlt noch SCH: kein Adressat. Schreibaufgaben brauchen einen klaren Adressaten und eine authentische Kommunikationssituation.KC SN S. 60 · KC FR S. 40 · KC EN S. 62 |
In Schritt 3 im Kasten „Rahmen der Aufgabe“ das Feld „Adressat:in“ füllen und die Aufgabenstellung entsprechend formulieren. Hilfe: „⎘ Aufgaben-Prompt kopieren“. |
| Fehlt noch SCH: Erwartungshorizont (Inhalt) fehlt. |
In Schritt 4 „Inhalt: erwartete Aspekte“ füllen, von Hand oder mit „⎘ EWH-Prompt kopieren“ und „⇩ Antwort einfügen“. |
| Fehlt noch Die Aufgabenzeiten ergeben 100 Minuten, die Gesamtzeit ist 90 Minuten (mehr als 10 % Abweichung). |
Die Zeiten der Aufgaben in Schritt 3 („Zeit (Min.)“) oder die „Gesamtzeit (Min.)“ in Schritt 1 angleichen. |
| Geht so nicht Gesamtzeit 120 Minuten: Schriftliche Lernkontrollen sollen in Jahrgang 5 und 6 in der Regel nicht länger als eine Unterrichtsstunde dauern, ab Jahrgang 7 nicht länger als zwei.RdErl. 01.08.2025 Nr. 6.5 |
In Schritt 1 die „Gesamtzeit (Min.)“ verkürzen und die Aufgabenzeiten anpassen. |
Die Vorschau
Rechts neben dem Reiter „Korrekturrand“ liegt der Reiter „Vorschau“. Er zeigt die echte Word-Datei, im Browser gezeichnet, und aktualisiert sich beim Schreiben. Oben wählt man das Dokument („Teil 1 · rezeptiv (Schüler)“, „Teil 2 · produktiv (Schüler)“, „Erwartungshorizont (Lehrkraft)“) und, bei Parallelfassung, „Fassung A“ oder „Fassung B“. ⤢ öffnet eine große Ansicht, „Schließen“ beendet sie.
KI ohne API-Schlüssel
Wo KI hilft, stehen zwei Knöpfe nebeneinander: einer zum Kopieren des Prompts und „⇩ Antwort einfügen“. Gearbeitet wird im eigenen KI-Werkzeug (z. B. fobizz, ChatGPT oder Claude); das Werkzeug selbst schickt nichts ab, und Schülerdaten kommen in diesen Prompts nicht vor. So geht es:
- Den Kopierknopf klicken, z. B. „⎘ EWH-Prompt kopieren“. Eine Meldung bestätigt: „Prompt kopiert. In das KI-Werkzeug einfügen, die Antwort danach hier einfügen.“ Beim „⎘ Item-Prompt kopieren“ muss vorher ein Text eingetragen sein, sonst erscheint „Bitte zuerst oben eine Texteinheit mit Text (Lesetext oder Hörtext-Skript) eingeben.“
- Im KI-Werkzeug einen neuen Chat öffnen, einfügen, abschicken.
- Die komplette Antwort der KI kopieren, also nicht nur einen Teil davon.
- Zurück im Werkzeug „⇩ Antwort einfügen“ klicken, die Antwort in das Feld einfügen. Das Werkzeug prüft sie sofort und meldet in einem grünen Kasten, was es gefunden hat, oder in einem roten, was fehlt.
- Mit dem Knopf unten rechts übernehmen (bei Items etwa „7 Items übernehmen“, sonst „Übernehmen“). Danach jedes übernommene Element einmal gegenlesen: Es ist ein Entwurf.
| Wo | Knopf | Was zurückkommt |
|---|---|---|
| Schritt 3, rezeptive Aufgabe, „Items“ | „⎘ Item-Prompt kopieren“ | Items mit Distraktoren und Lösungen, passend zu den eingetragenen Texten |
| Schritt 3, produktive Aufgabe | „⎘ Aufgaben-Prompt kopieren“ | Entwurf für Situation, Adressat, Textsorte und Aufgabenstellung |
| Schritt 3, Kasten „Fassung B“ | „⎘ B-Prompt kopieren“ | gleichwertige Variante: andere Situation, gleicher Anspruch |
| Schritt 3, Bildfeld | „⎘ Bild-Prompt kopieren“ | nur Kopieren: Der Prompt geht in ein Bildwerkzeug; das fertige Bild dann über „+ Bild wählen“ einsetzen |
| Schritt 4, „Erwartungshorizont“ | „⎘ EWH-Prompt kopieren“ | Inhalt, Sprache, Mindestanforderungen und Musterlösung |
| Schritt 4, „Ankertexte“ | „⎘ Ankertext-Prompt kopieren“ | fünf Ankertexte vom oberen Leistungsbereich bis „nicht ausreichend“, mit Begründung; ersetzen vorhandene Ankertexte |
Sek I und Sek II
Mit der Stufe in Schritt 1 wechselt der Korrekturrand das Regelwerk. Was sich in Sek II ändert, zeigt er selbst mit Fundstelle an, unter anderem:
- „Sek II: Bewertung in Notenpunkten 00 bis 15; „ausreichend“ sind 05 Punkte.“ (VO-GO § 7 Abs. 2)
- „Rezeptive Aufgaben: Notenpunkte über die Prozentkurve des Abiturs (45 % = 05, 75 % = 11 Punkte).“ (ZA-Erlass fortgef. FS S. 2)
- Gewichtung: „In der Q-Phase gilt nach ZA-Erlass Sprache 60 / Inhalt 40“. (ZA-Erlass fortgef. FS S. 3)
- „Sperrklausel: Eine ungenügende sprachliche oder inhaltliche Leistung begrenzt den Prüfungsteil auf höchstens 03 Punkte einfacher Wertung.“ (ZA-Erlass fortgef. FS S. 4)
- „Sprachmittlung ist in der Oberstufe nur kombiniert mit der Überprüfung einer rezeptiven Kompetenz als Klausurformat vorgesehen.“ (KC EN GO S. 28 · KC FR GO S. 34 · KC SN GO S. 62 f.)
- Schreiben: „Bei analytischen Operatoren sind Adressat und Textsorte nicht gefordert, beim gestaltenden Schreiben schon.“ (KC EN GO S. 28 · ZA-Erlass Bewertung S. 3)
- Dauer: Außerhalb des Rahmens (E-Phase höchstens 2, Q-Phase 2 bis 3, eA 2 bis 4 Unterrichtsstunden) warnt der Rand. (EB-VO-GO Nr. 8.13 / 10.9)
Handschrift in lesbaren Text.
Die Klausur-Werkbank (Modul 3) unterscheidet sich strukturell von den anderen: Sie ist ein eigenes Programm, das auf dem Rechner installiert wird (Mac-App oder Windows-Programm), kein Browser-Tool. Sie läuft in einem eigenen Fenster; die Klausuren liegen in einem festen Datenordner auf dem Rechner.
Was sie tut
Pro Klausur wird eine Sammlung angelegt, pro Schülerin oder Schüler eine Arbeit mit den Foto- oder Scan-Seiten der handgeschriebenen Antwort. Ein am Kopierer eingelesenes Sammel-PDF teilt sich auf Wunsch selbst auf, wenn beim Scannen je ein leeres Blatt zwischen die Arbeiten gelegt wurde; eine Klassenliste lässt sich über „Namensliste“ auf einmal einfügen.
Für die Transkription gibt es zwei Wege. Ohne API-Schlüssel legt „✨ Für KI kopieren“ den vorbereiteten Prompt und alle Seiten einer Arbeit in die Zwischenablage; man fügt beides im KI-Werkzeug der Wahl ein (fobizz, ChatGPT, Claude) und spielt die Antwort in den Editor zurück. Mit eigenem API-Schlüssel (Anthropic, OpenAI, Mistral oder ein lokales Ollama-Modell) genügt „Mit API transkribieren“, für die ganze Klasse „Alle transkribieren“. Der Klassensatz wird dann in mehreren Bahnen gleichzeitig abgearbeitet und läuft im Hintergrund weiter, sodass die ersten Arbeiten schon geprüft werden können, während die übrigen noch gelesen werden. Das Modell wählt man oben rechts in der Kopfzeile; der optionale „2. Durchgang“ lässt die KI ihr Transkript noch einmal gegen die Bilder lesen.
Das Transkript gibt den Schülertext fehlertreu und zeilengetreu wieder; nach deiner Prüfung ist es die verbindliche Lesart der Arbeit.
Mehr Platz für den Scan
Handschrift liest sich am besten groß. Dafür gibt es seit Version 0.18 drei Wege, die sich kombinieren lassen:
- Listen einklappen: Oben in der Klausur- und in der Schülerliste steht ein kleines ‹. Ein Klick klappt die Liste zu einer schmalen Leiste ein; in der Schülerleiste blättern ▲ und ▼ zur vorigen bzw. nächsten Arbeit, › klappt sie wieder auf.
- Lesemodus: „⤢ Lesemodus“ über dem Scan (oder Cmd/Strg + Umschalt + L) blendet beide Listen und den Klausurkopf auf einmal aus. Nochmal drücken, und alles ist wie vorher. Die Grenze zwischen Scan und Text lässt sich mit der Maus verschieben; der Zoom bleibt beim Blättern stehen.
- Großes Fenster: Ein Doppelklick auf den Scan oder „⧉ Großes Fenster“ öffnet ein eigenes Fenster mit allen Seiten der Arbeit untereinander, das man beliebig groß ziehen oder auf einen zweiten Bildschirm schieben kann. Es blättert mit: Wer in der Werkbank die Seite wechselt oder die nächste Arbeit öffnet, sieht sie dort sofort.
Unsichere Stellen prüfen
Wörter, bei denen die KI sich nicht sicher ist, markiert sie im Transkript, statt zu raten. Beim Öffnen einer noch nicht abgeschlossenen Arbeit erscheint dafür eine Prüfleiste über Scan und Text (Abb. 3.1): Sie zeigt die fragliche Stelle im Satzzusammenhang, daneben nummerierte Vorschläge und ein mit dem besten Vorschlag vorbelegtes Eingabefeld. Stimmt der oberste Vorschlag, genügt die Eingabetaste; einen anderen wählt man mit Alt (Mac) bzw. Strg (Windows) und der Ziffer, sonst tippt man das richtige Wort. Die Eingabetaste übernimmt und springt zur nächsten Stelle, Tab und Umschalt-Tab blättern vor und zurück. Die jeweilige Stelle wird im Transkript gelb hervorgehoben und mittig gescrollt. Ist eine Arbeit geklärt, springt die Leiste zur nächsten Arbeit mit offenen Stellen.
Die Vorschläge stammen aus drei Quellen: den alternativen Lesarten, die die KI beim Transkribieren gleich mitliefert, dem Themenwortschatz der angedockten JSON-Sicherung aus „Klassenarbeit erstellen“ (in der Werkbank über „Aufgaben anhängen“) und den bereits geprüften Transkripten der übrigen Schüler:innen derselben Klausur. Die letzte Quelle trägt besonders weit, weil alle zum selben Thema schreiben: ein Fachwort, das anderswo sauber dasteht, ist ein starker Kandidat für dieselbe schwer lesbare Stelle. Diese drei Quellen kosten nichts.
Mit API-Schlüssel gibt es zwei weitere Hilfen. „✨ Stellen klären lassen“ schickt alle offenen Stellen einer Arbeit in einem einzigen Aufruf samt Scans an die KI; was sie sicher erkennt, löst sie auf, der Rest bleibt für die Prüfleiste. Für eine einzelne hartnäckige Stelle gibt es in der Prüfleiste „Nochmal fragen“. Beides ist ein zusätzlicher, kostenpflichtiger Aufruf und wird deshalb ausdrücklich bestätigt.
Modelle vergleichen
Welches Modell eine bestimmte Handschrift am besten liest, lässt sich ausprobieren: „Modell-Vergleich“ lässt dieselben Seiten von zwei Modellen lesen und stellt die Ergebnisse nebeneinander. Unterschiede sind gelb markiert, die bessere Fassung übernimmt man mit einem Klick in den Editor. Am sinnvollsten an den zwei, drei am schwersten lesbaren Arbeiten einer Klasse.
Weiter ins Feedback-Tool
Zum Schluss exportiert „Für Feedback-Tool exportieren“ die geprüften Transkripte als eine Datei, die das Feedback-Tool über „Arbeit / Werkbank / JSON / ZIP laden“ öffnet. Wurde vorher über „Aufgaben anhängen“ die JSON-Sicherung aus „Klassenarbeit erstellen“ angedockt, enthält die Datei auch Aufgaben, Kompetenzen und Bewertung, und die Korrekturrunde steht mit einem Klick.
Datenschutz
Sämtliche Daten verbleiben lokal im Datenordner der Werkbank (Mac: Menü Klausuren → Datenordner im Finder zeigen; Windows: Menü Werkbank → Datenordner im Explorer zeigen). Klartextnamen werden, sofern überhaupt eingetragen, ausschließlich in einer lokalen meta.json gehalten und gehen nie nach außen. An einen externen Dienst gehen nur auf ausdrückliche Aktion die Scan-Bilder mit der anonymen Schüler-ID (ohne API-Schlüssel kopiert man sie selbst in ein KI-Werkzeug, mit Ollama bleibt alles auf dem Rechner). API-Schlüssel liegen im Schlüsselbund des Mac bzw. in der Windows-Anmeldeinformationsverwaltung. Weil auf dem Klausurblatt oft der Name steht, sollte er vor dem Scannen abgedeckt werden. Nach der Notenkonferenz reicht das Löschen der Klausur in der Werkbank.
Ausführliche Anleitung
Die Klausur-Werkbank hat eine eigene, sehr detaillierte Anleitung mit Installationsschritten für Mac und Windows, Arbeitsablauf, API-Schlüsseln, Tastenkürzeln, Updates und Hilfe bei Problemen:
→ Zur Klausur-Werkbank-Anleitung
Den Download und einen Überblick gibt es auf der Werkbank-Startseite.
http://127.0.0.1:8765 in Chrome öffnen. Das große Fenster ist dort ein Pop-up, das man einmal erlauben muss.Vom Transkript zur Rückmeldung.
Das Feedback-Werkzeug schließt den Workflow. Es nimmt eine Arbeit aus „Klassenarbeit erstellen“ und die Schülertexte entgegen, unterstützt die Lehrkraft bei der Korrektur im Dialog mit einer KI und liefert pro Schüler:in ein Word-Dokument mit strukturiertem Feedback und Arbeitsauftragsblatt. Die Bewertung trifft die Lehrkraft, die KI ist Korreferent.
Leitgedanke: „Feedback sollte mehr Arbeit für die Empfänger als für die Sender bedeuten." (Wiliam 2011, übersetzt)
Das Modul setzt auf fokussiertes Feedback mit Überarbeitungsauftrag. Ausgangspunkt der Debatte war Truscotts (2007) Zweifel am Nutzen schriftlicher Fehlerkorrektur; einen deutschsprachigen Überblick gibt Wisniewski (2026). Gesichert ist inzwischen: Schriftliche Korrektur kann die sprachliche Richtigkeit verbessern (Kang & Han 2015). Offen ist dagegen, ob eine Korrektur auf wenige Schwerpunkte besser wirkt als eine umfassende; auch umfassende Korrektur hat sich als wirksam erwiesen (Van Beuningen u. a. 2012). Die allgemeine Feedbackforschung empfiehlt, Rückmeldungen auf wenige, bewältigbare Punkte zu konzentrieren und mit einem nächsten Schritt zu verbinden (Hattie & Timperley 2007; Shute 2008). Darauf baut das Modul auf: Das Feedback setzt Schwerpunkte und verbindet sie mit einem Auftrag zur eigenen Überarbeitung.
Drei Konsequenzen prägen das Tool:
- Markiert wird nur, was das Feedback aufgreift. Pro Schüler:in ein strukturiertes Feedback (Stärken zuerst, 2 bis 3 priorisierte Entwicklungsbereiche) plus konkreter Überarbeitungsauftrag. Die Lern-Markierungen im Schülertext beziehen sich auf genau diese Bereiche (Empfehlungen unten).
- Verpflichtende Überarbeitung. Feedback wirkt nur, wenn es genutzt wird; der Überarbeitungsauftrag sorgt dafür, dass das geschieht. Das gelingt aber nur, wenn die Überarbeitung tatsächlich eingesammelt und besprochen wird.
- Klassen-Berichtigung als Kern. Die gemeinsame Übung an Häufungsfehlern (Klassenfeedback-Tab im Tool) ist der eigentliche Lernschritt nach der Korrektur, nicht die Rückgabe selbst.
Empfehlung für die Lern-Markierungen auf dem Papier:
- Nur Fehler aus den 2 bis 3 priorisierten Entwicklungsbereichen markieren.
- Markierungen nummerieren (①②③), passend zu den Überarbeitungsaufträgen im Feedbackbrief.
- Nicht jedes Vorkommen markieren, sondern 1 bis 2 Beispiele; den Rest finden die Schüler:innen selbst („In diesem Absatz findest du noch zwei weitere Stellen.").
- Optional 1 bis 2 grüne Markierungen für Stärken, die im Feedback genannt werden.
Davon getrennt: die Kennzeichnung als Bewertungsgrundlage. Für Klassenarbeiten und Klausuren schreiben die Kerncurricula und der Erlass vom 02.11.2015 keine bestimmte Form vor; Absprachen trifft die Fachkonferenz. Nur für die Abiturprüfung selbst gelten feste Regeln: Dort sind Vorzüge und Mängel am Rand zu kennzeichnen, und das Gutachten bezieht sich auf diese Randvermerke (AVO-GOBAK, Ergänzende Bestimmungen Nr. 9.11; ZA-Erlass Bewertung fortgeführte Fremdsprachen).
Faustregel: direkt oder indirekt, je nach Fehlertyp (Unterscheidung nach Ferris 1999). Regelbasierte Fehler (Zeiten, Kongruenz, Artikel, Schreibung) nur kennzeichnen und selbst verbessern lassen. Bei Wortwahl und Idiomatik hilft keine Regel weiter; hier die passende Alternative direkt als Chunk angeben. Die Studienlage dazu ist uneinheitlich: Das ist eine Arbeitsregel aus der Praxis, kein gesicherter Befund.
Ferris, D. (1999). The case for grammar correction in L2 writing classes: A response to Truscott (1996). Journal of Second Language Writing, 8(1), 1–11.
Hattie, J. & Timperley, H. (2007). The power of feedback. Review of Educational Research, 77(1), 81–112.
Kang, E. & Han, Z. (2015). The efficacy of written corrective feedback in improving L2 written accuracy: A meta-analysis. The Modern Language Journal, 99(1), 1–18.
Shute, V. J. (2008). Focus on formative feedback. Review of Educational Research, 78(1), 153–189.
Truscott, J. (2007). The effect of error correction on learners' ability to write accurately. Journal of Second Language Writing, 16(4), 255–272.
Van Beuningen, C. G., De Jong, N. H. & Kuiken, F. (2012). Evidence on the effectiveness of comprehensive error correction in second language writing. Language Learning, 62(1), 1–41.
Wiliam, D. (2011). Embedded formative assessment. Bloomington, IN: Solution Tree Press.
Wisniewski, B. (2026). Wie wirken Korrekturen? In ders., Psychologie fürs Klassenzimmer. 35 Studien, die jede Lehrerin und jeder Lehrer kennen sollte (S. 124–130). Weinheim: Beltz.
Neben der lernpsychologischen Grundlage gibt es Hinweise aus Produkttests. Mühlhoff und Quägwer (2026) haben zwei im deutschsprachigen Schulkontext verbreitete KI-Korrektursysteme in gezielten, explorativen Produkttests geprüft und dabei drei auffällige Muster beobachtet. Ihr Maßstab sind funktionale Mindestanforderungen, nicht eine repräsentative Messung; von Reliabilität ist in der Studie an keiner Stelle die Rede, sondern von der Reproduzierbarkeit des Urteils bei identischer Eingabe. Die Testreihe zu den iterativen Überarbeitungen beruht auf drei Texten unterschiedlicher Qualität mit je fünf Durchläufen pro Tool. Erstens streuen die erzeugten Bewertungen erheblich: Identische Texte erhalten bei wiederholter Einreichung Gesamtbewertungen, die im einen System um bis zu 35, im anderen um bis zu 24 Prozentpunkte auseinanderliegen, wobei die Streuung gerade bei Texten mittlerer Qualität am größten ausfällt. Zweitens führt die Einarbeitung der maschinell generierten Verbesserungsvorschläge nicht verlässlich zu besseren Bewertungen; die Urteile oszillieren oder verschlechtern sich. Drittens deutet ein dokumentierter Durchlauf darauf hin, dass die wörtliche Übernahme der maschinellen Formulierungsvorschläge höher bewertet wird als eine eigenständig formulierte Überarbeitung; die Autoren räumen inzwischen ein, dass die eigenständig formulierte Fassung dabei nicht verblindet auf inhaltliche Gleichwertigkeit geprüft wurde, und sprechen von einer Hypothese für eine Anschlussstudie statt von einem Nachweis. Die Autoren folgern, dass solche Systeme derzeit keine eigenständige Bewertungsinstanz sein können, sondern allenfalls als unterstützende Werkzeuge unter kritischer menschlicher Kontrolle vertretbar sind. Die Schwankungen halten sie dabei nicht für das Problem einzelner Produkte, sondern für eine Eigenschaft von Bewertungssystemen auf Basis großer Sprachmodelle.
Die Reichweite dieser Beobachtungen ist begrenzt, und das gehört zur Redlichkeit dazu: Die Studie zieht keinen menschlichen Vergleichsmaßstab heran, und auch menschliche Bewertungen identischer Texte streuen bekanntlich (eine Meta-Analyse automatisierter Bewertung englischer Lernertexte nennt eine mittlere Übereinstimmung mit menschlichen Urteilen von r = .78, Yun 2023). Kritisiert wurde außerdem, dass beobachtete Schwankungen für sich genommen noch keine Aussage über Reliabilität erlauben, solange psychometrische Kennwerte fehlen; die Autoren haben daraufhin für ein in einer früheren Testreihe geprüftes Tool eine Intraklassenkorrelation nachgereicht (ICC(1,1) = 0,718 bei einem Konfidenzintervall von 0,479 bis 0,904) und zugleich betont, dass ihr Design auf Existenzbelege zielt und nicht auf Kennwerte. Die Streuung widerlegt damit das Versprechen, dass derselbe Text dieselbe Bewertung erhält, sie belegt aber nicht, dass die Maschine unzuverlässiger urteilt als der Mensch. Getragen wird die Architektur des Moduls deshalb nicht von dieser Studie, sondern von der lernpsychologischen Befundlage sowie der rechtlichen und didaktischen Begründung; die Testreihen stützen diese Linie, sie begründen sie nicht.
Die Rollenverteilung liegt dem Modul unabhängig davon zugrunde: Die KI ordnet ein und formuliert; die Bewertung trifft die Lehrkraft. Eine maschinell erzeugte Note entsteht im Workflow an keiner Stelle, und da die Einordnung ausschließlich verortbare, am Text überprüfbare Einzelbefunde je Kriterium liefert, bleibt jedes Urteil der Kontrolle der Korrigierenden zugänglich. Dass die Schüler:innen überdies zu keinem Zeitpunkt maschinelle Formulierungsvorschläge zu Gesicht bekommen, sondern ihre Fehler im Zuge der Überarbeitung selbst identifizieren, hält auch dem dritten, vorsichtiger zu lesenden Muster die Angriffsfläche fern.
Mühlhoff, R. & Quägwer, S. (2026). Automatisierte Korrektur mit KI? Wir testen zwei verbreitete Tools. SEMINAR, 32(2), 62–76. ↗ DOI
Mühlhoff, R. u. a. (2026). Rebuttal zu unseren Studien über KI-Korrektur- und Feedbacktools für den Schulunterricht. ↗ Stellungnahme
Yun, J. (2023). Meta-analysis of inter-rater agreement and discrepancy between human and automated English essay scoring. English Teaching, 78(3), 105–124. ↗ DOI
Was das Modul leistet
- Übernahme aus „Klassenarbeit erstellen“: Aufgabenstellung, Erwartungshorizonte, Musterlösung und der Bewertungsplan kommen automatisch ins Feedback-Tool, entweder direkt im Browser („An Feedback übergeben →“) oder über die JSON-Sicherung.
- Material-Generator: Wer ohne fertigen Erwartungshorizont startet, lässt sich per KI-Prompt aus der Aufgabenstellung einen Entwurf bauen: Erwartungshorizont (Inhalt und Sprache) und fünf Ankertexte von sehr gut bis mangelhaft. Die Lehrkraft prüft den Entwurf und übernimmt ihn.
- Pro Schüler:in: rezeptive Punkte (mit automatischer Notenberechnung; Sek II nach festem KMK-Oberstufenschlüssel, Sek I nach dem einstellbaren Fachkonferenz-Schlüssel), Schülertext, strukturiertes Feedback Sprache und Inhalt mit Überarbeitungsaufträgen, Notenvergabe mit ausformulierten Begründungen.
- Korrekturprompt-Generator: Geführte Runden im selben KI-Chat. Zuerst ordnet die KI Sprache und dann jeden Inhaltsteil am Raster ein (je Kriterium, mit Belegen, ohne Note); nach jeder Runde trägt die Lehrkraft ihre Note ein. Danach formuliert die KI das Feedback in zwei Stilebenen (siehe unten), und das Tool verteilt die Antwort auf die Felder.
- Notenberechnung: Aus Sprache und Inhalt wird die Schreiben-Note gewichtet berechnet, aus rezeptiv und produktiv die KA-Gesamtnote. Der rezeptive Prozent-zu-Note-Schlüssel ist in Sek II der feste KMK-Oberstufenschlüssel (Abitur) und in Sek I der bei der Anlage der Korrekturrunde einstellbare Fachkonferenz-Schlüssel; der aktive Schlüssel wird im rezeptiven Bereich angezeigt. In Sek II greift zusätzlich die Sperrklausel: Ist die sprachliche oder die inhaltliche Leistung ungenügend (0 Punkte), wird der produktive Prüfungsteil auf höchstens 3 Punkte gedeckelt (ZA-Erlass fortgef. FS · KMK-Bildungsstandards).
- Materialien nachträglich entwerfen lassen: Der Prompt für Erwartungshorizont und Musterlösung liegt nicht mehr nur im Anlege-Dialog. Im Seitenpanel „Materialien" steht neben der Aufgabenstellung der Knopf ✨ EWH/Musterlösung entwerfen, sodass man das auch nachholen kann, wenn die Runde längst läuft.
- Mehrteilige Schreibaufgaben (Oberstufe): Eine Schreibaufgabe kann aus mehreren gewichteten Teilaufgaben bestehen (z. B. Inhaltsangabe 30 %, Analyse 40 %, Kommentar 30 %). Label und Gewicht gelten klassenweit für die Klausur. Du klickst die Teile aus Bausteinen zusammen (Inhaltsangabe/Darstellung, Analyse, Kommentar/Stellungnahme, Gestaltendes Schreiben oder ein eigener Teil), schon beim Anlegen der Korrekturrunde oder später im Korrektur-Panel; die Gewichte werden automatisch gleich verteilt und sind frei anpassbar (mit „gleich verteilen"-Knopf und Summenanzeige). Pro Teilaufgabe vergibst du je Schüler:in Feedback, Überarbeitungsauftrag und eine Teilnote. Die Inhaltsnote ergibt sich als gewichtetes Mittel der Teilnoten (erst am Ende gerundet) und fließt unverändert in die weitere Gewichtung ein. Unter Abiturbedingungen werden die drei üblichen Teile automatisch vorbelegt; sonst startet die Aufgabe mit einem Teil, den du bei Bedarf ergänzt. Die KI-Prompts und der Word-Export laufen je Teilaufgabe durch.
- Klausur unter Abiturbedingungen (Sek II): Beim Anlegen der Korrekturrunde lässt sich – sobald die Notenskala auf Sek II steht – „Klausur unter Abiturbedingungen" anhaken. Das Tool setzt dann die drei Teilkompetenzen Hörverstehen · Sprachmittlung · Schreiben und bildet die Gesamtnote über die feste, vorgegebene Gewichtung 20 % · 25 % · 55 % (ZA-Erlass fortgef. FS). Jede Teilkompetenz wird einzeln benotet, gewichtet gemittelt und erst am Ende gerundet; die Sperrklausel greift je Teil. Kommt die Klausur aus „Klassenarbeit erstellen“ mit diesem Klausurtyp, ist der Haken automatisch gesetzt. Für die reguläre Klausur bleibt die frei einstellbare Gewichtung rezeptiv/produktiv.
- Word-Export pro Schüler:in: Zwei Seiten: Seite 1 Feedback mit Noten, Seite 2 Arbeitsauftragsblatt mit Drei-Farben-Markierungsanleitung (grün/gelb/rosa) und Wegweiser zur eigenen Überarbeitung.
- Klassenfeedback-Modus: Aggregierte Notenverteilung, sammelt alle Überarbeitungsaufträge, Felder für sprachliche und inhaltliche Schwerpunkte. Zwei KI-Prompt-Generatoren: einer für die didaktische Klassenanalyse, einer für eine eigenständige interaktive HTML-Übungsseite zu den Häufungsfehlern (Lückentext, Multiple Choice, Drag-and-Drop, Self-Check).
- Klassenliste-CSV: alle Noten der Klasse für die Notenkonferenz.
Eine Klassenarbeit muss zweierlei leisten: Sie muss die Note nachvollziehbar machen, und sie soll Lernen ermöglichen. Der Feedbackbrief verbindet deshalb zwei Textsorten für zwei Adressaten: die Notenbegründung in Gutachtensprache, nachvollziehbar für Eltern, Schulleitung und Akte, und das Feedback mit Überarbeitungsaufträgen in der Du-Form für die Lernenden. Kennzeichnungen und Kürzel am Rand bleiben als Bewertungsgrundlage möglich; ausformulierte Randbemerkungen sind dafür nicht vorgeschrieben (Ausnahme: die Abiturprüfung, siehe „Didaktische Grundlage"). Das Tool setzt die Trennung der beiden Textsorten bereits um, über die Stiltrennung im nächsten Kasten.
Innerhalb eines Schülerfeedbacks laufen zwei Tonebenen bewusst getrennt:
- Schülerfeedback und Überarbeitungsaufträge in der Du-Form, kollegial-fördernd, ressourcenorientiert (Stärken zuerst), mit konkreten Verortungen („im zweiten Absatz, beim Wechsel ins Simple Past"). Aktivierende Verben in den Aufträgen. Jeder Überarbeitungsauftrag ist dreiteilig und selbst überprüfbar: benannte Textstelle, konkrete Handlung, Erfolgskriterium zum Selbstprüfen; mindestens ein Auftrag liegt auf der Inhalts- oder Adressatenebene, nicht nur auf der Sprachebene.
- Notenbegründungen in akademisch-formaler Gutachtensprache: Konjunktiv, Passiv, Substantivierungen, sachliche Distanz, keine Du-Form. Die Note erscheint verbalisiert mit Ziffer in Klammern („mit ausreichend (4) zu bewerten", „mit 7 Punkten zu bewerten"). Damit ist die rechtliche Funktion der Notenbegründung sprachlich vom didaktischen Feedback abgehoben.
Der Feedback-Prompt (Schritt 2) instruiert die KI explizit zu dieser Trennung. Beispiel-Formulierungen sind im Prompt enthalten.
Im Arbeitsauftragsblatt (Word-Export Seite 2) werden die Schüler:innen angeleitet, das Feedback selbst farbig zu gewichten. Sie markieren auf Seite 1:
- GRÜN alles, was laut Feedback gelungen ist (Ressourcen für das nächste Schreiben).
- GELB die Hinweise, die sie kurzfristig in der Überarbeitung angehen.
- ROSA die wiederkehrenden Lernfelder, an denen sie langfristig arbeiten.
Der Markier-Akt selbst ist bereits ein Lernschritt: Die Schüler:innen gewichten, ordnen ein, entscheiden. Anschließend können sie zu jedem gelb oder rosa markierten Punkt die entsprechenden Stellen im eigenen Text suchen. Das eigenständige Auffinden passt zum Grundsatz oben: Die Lehrkraft markiert nur wenige Beispiele zu den priorisierten Bereichen und formuliert Kategorien; die weiteren Stellen suchen die Schüler:innen selbst.
Wer zusätzlich die klassische Randkorrektur setzen kann oder muss, kann sie als letzten Schritt in den Workflow integrieren: Sobald Feedbackbrief und Transkript vorliegen, erzeugt der Claude-Skill „Randkorrektur“ aus Scan, Transkript (.txt, Download im Feedback-Tool) und Feedbackbrief eine PDF mit vollständiger Kennzeichnung am Rand: Sprache und Inhalt getrennt, nach dem Kürzelbogen, ohne Note. Grundlage ist ausschließlich die bereits erfolgte Korrektur; Rand und Feedbackbrief widersprechen sich nicht, und wo Transkript und Feedbackbrief auseinandergehen, fragt der Skill nach. Das Original bleibt unberührt, die Lehrkraft prüft die PDF vor dem Ausdruck. Voraussetzung: Claude mit Dateierstellung bzw. Codeausführung.
↓ Skill „Randkorrektur“ herunterladen (ZIP)
- ZIP herunterladen (nicht entpacken).
- In Claude unter Einstellungen bei den Skills hochladen.
- Im Chat Scan, Transkript und Feedbackbrief anhängen und „Randkorrektur setzen“ schreiben.
Workflow im Tool
-
Arbeit übernehmen
Direkt aus „Klassenarbeit erstellen“: Dort in Schritt 5 auf „An Feedback übergeben →“ klicken. Das Feedback-Werkzeug öffnet sich und legt eine neue Korrekturrunde an („… übernommen. Neue Korrekturrunde angelegt; jetzt die Schülertexte hinzufügen.“). Ist im Feedback-Werkzeug gerade eine Runde mit Schülertexten offen, erscheint stattdessen oben ein Balken mit „Übernehmen“; die offene Runde bleibt erhalten. Die Übergabe gilt nur im selben Browser und verfällt nach zwei Stunden.
Über die Datei: In „Klassenarbeit erstellen“ mit „⇩ Als JSON sichern“ speichern, im Feedback-Werkzeug oben „Arbeit / Werkbank / JSON / ZIP laden“ klicken und die Datei wählen. Die Materialien (Aufgabenstellung, EWH, Musterlösung) werden übernommen. Fehlen in der Runde die Teilkompetenzen, entstehen keine Bewertungsfelder; der Validator meldet das als Fehler und nennt den Weg.
Aus der Klausur-Werkbank: Dort die JSON-Sicherung aus „Klassenarbeit erstellen“ anhängen (Knopf „Aufgaben anhängen“, bis Version 0.18.1 „Planer-Build anhängen“), die Transkripte prüfen und als korrigiert markieren, dann „Für Feedback-Tool exportieren“. Diese eine Datei über „Arbeit / Werkbank / JSON / ZIP laden“ öffnen: Die Runde entsteht samt Aufgaben, Kompetenzen und allen Schülertexten. Eine Runde vorher anzulegen ist nicht nötig. Fehlten in der Werkbank die angehängten Aufgaben, fragt das Feedback-Tool beim Laden danach (oder bietet an, die Runde von Hand anzulegen). Nachzügler werden später genauso geladen; wer schon in der Runde ist, wird erkannt und nicht doppelt angelegt, geschriebenes Feedback bleibt stehen. Schritt für Schritt: Anleitung der Werkbank, Kapitel „Übergabe ans Feedback-Tool“.
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Schüler:innen anlegen
Pro Person eine Karteikarte. Name (lokal, wird vor KI-Calls automatisch durch „Schüler:in" ersetzt), erreichte BE bei rezeptiven Aufgaben, Schülertext einfügen.
Abb. 4.1Eine übernommene Korrekturrunde: oben Titel und Rahmen, darunter je Schüler:in ein Reiter, im Reiter Stammdaten, rezeptive Ergebnisse und Schülertext. Rechts Vollständigkeit, Materialien aus „Klassenarbeit erstellen“ und der Bewertungsplan. (Beispieldaten) -
Vorbereitung: Korrektur-Paket (einmal pro Klassenarbeit, empfohlen)
Rechts unter Aktionen den Knopf „Korrektur-Paket (.md)“ klicken. Die Datei enthält Aufgabenstellung, Erwartungshorizonte, Ankertexte und die Arbeitsweise. In Claude ein Projekt anlegen und die Datei als Projektwissen („Project Knowledge“) hochladen, in ChatGPT entsprechend als Projekt-Datei. Danach im Feedback-Tool im Kasten „KI-Workflow“ den Haken „Materialien liegen im KI-Projekt“ setzen: Die Prompts enthalten dann nur noch Rahmen und Schülertext. Wer noch keinen Erwartungshorizont hat, lässt ihn vorher mit dem Material-Generator entwerfen (zwei Raster und fünf Ankertexte von sehr gut bis mangelhaft).
-
Schritt 1: In Runden am Raster einordnen
Im Kasten „KI-Workflow“ steht eine Schrittleiste: zuerst Sprache, dann je Inhaltsteil eine Runde (in Sek II etwa Inhaltsangabe, Analyse, Kommentar; in Sek I eine Runde „Inhalt“). Pro Schüler:in einen neuen KI-Chat starten und „Runde 1 kopieren“ einfügen. Alle weiteren Runden kommen in denselben Chat.
Die KI nummeriert die Sätze (S1, S2 …), liest den Text aus Sicht muttersprachlicher Leser:innen ohne Deutschkenntnisse (Fehlergrade 1 bis 3: Verständnis unberührt, erschwert, verhindert) und ordnet je Kriterium ein, welcher Spalte des Rasters der Text entspricht, mit Belegen. In den Inhaltsrunden zeigt sie für jeden erwarteten Aspekt, ob er vollständig, teilweise, verzerrt, sinnentstellt oder gar nicht da ist, und prüft Mindestanforderungen, sofern der Erwartungshorizont welche nennt. Eine Note oder Gesamttendenz nennt sie nicht, und sie verrechnet die Kriterien nicht.
Dialog ist gewollt: Parallel selbst lesen. Weicht der eigene Eindruck ab, der KI das mit Begründung sagen; sie ordnet dann neu ein. Erst wenn die Einordnung stimmt, die Note festlegen.
Abb. 4.2Der Kasten „KI-Workflow“: Schritt 1 mit den Runden Sprache und Inhalt (je ein Knopf zum Kopieren, daneben die eingetragene Note), Schritt 2 für das Feedback und die Kompaktkorrektur als Alternative. Die KI nennt in keiner Runde eine Note. (Beispieldaten) -
Nach jeder Runde: Note eintragen
Auf Basis der Einordnung und des eigenen Urteils die Note der Runde im Tool eintragen (Note Sprache bzw. die Teilnote). Die Runde wird in der Schrittleiste grün, und die nächste Runde nennt diese Note der KI als feste Vorgabe.
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Schritt 2: Feedback im selben Chat
Wenn alle Noten stehen, „Feedback-Prompt kopieren“ und in denselben Chat einfügen. Die KI formuliert die sieben Abschnitte einzeln mit Rückfrage, in der oben beschriebenen Stiltrennung: Schülerfeedback und Überarbeitungsaufträge in der Du-Form, Notenbegründungen in akademisch-formaler Gutachtensprache. Alles ist Fließtext in einem Absatz, auch die Überarbeitungsaufträge. Nicht 1:1 abschreiben: im Dialog bleiben, hinterfragen, anpassen lassen.
Sind alle Abschnitte bestätigt, der KI „Alles zusammen“ schreiben. Sie gibt dann alle Abschnitte am Stück aus, jeden mit einer Marke wie
[[SCH-1]]. Diese Antwort komplett kopieren, im Tool „KI-Antwort einfügen und auf die Felder verteilen“ aufklappen, einfügen und „Auf die Felder verteilen …“ klicken. Das Tool zeigt vorher, was wohin kommt.Schneller für kurze Texte: Der Kompakt-Prompt (v. a. untere Mittelstufe) erledigt Einordnung und Feedback in zwei Durchgängen; die Antwort lässt sich genauso einfügen und verteilen.Tipp (Voice-to-Text): Tools wie Wispr Flow oder ParaSpeech beschleunigen den iterativen Dialog mit der KI deutlich, weil das Tippen entfällt. „Passt", „kürzer", „mehr zur Argumentation": das spricht sich schneller als es sich tippt. -
Word-Export und Klassenliste
Pro Schüler:in eine Word-Datei mit zwei Seiten exportieren; das Transkript lässt sich dort ebenfalls herunterladen, als .txt (Knopf „Transkript (.txt)“ beim Schülertext, für die ganze Klasse „Alle Transkripte (.zip)“). Im Kopf stehen Klasse, Datum und, falls eingetragen, die Lehrkraft. Bei mehrteiligen Schreibaufgaben erscheint die Inhaltsnote erst, wenn alle Teilnoten vergeben sind; bis dahin steht dort, wie viele noch offen sind. Am Ende der Klasse die CSV-Klassenliste exportieren – Spalten: Name, Rezeptiv, Produktiv, Gesamt, Status (vollständig oder unvollständig bewertet).
Datenschutz
Empfehlung: Vor dem Hochladen von Schülertexten in fremde KI-Dienste mit der/dem Datenschutzbeauftragten der Schule sprechen, oder eine lokal arbeitende KI verwenden. Das Feedback-Tool selbst schickt nichts an eine KI: Die Prompts werden kopiert und von Hand eingefügt, der Name ist darin bereits ersetzt. Weitere personenbezogene Angaben im Schülertext (etwa Namen von Mitschüler:innen) vor dem Einfügen prüfen.
Klassenfeedback und interaktive HTML-Übungsseite
Im Klassenfeedback-Tab werden nach abgeschlossenen Einzelkorrekturen die Notenverteilung visualisiert und alle Überarbeitungsaufträge aggregiert. Die Lehrkraft destilliert daraus (manuell oder mit Hilfe des Klassenanalyse-Prompts) sprachliche und inhaltliche Schwerpunkte sowie Übungsaufträge für die Berichtigungsstunde.
Aus diesen Feldern lässt sich anschließend per Knopfdruck (HTML-Übungsseite-Prompt kopieren) ein vollständiger Prompt erzeugen. Eingefügt in eine KI (Claude, ChatGPT, fobizz) generiert diese eine eigenständige HTML-Datei mit interaktiven Übungen zu genau diesen Häufungsfehlern: Lückentext, Multiple Choice, Satzumformung, Drag-and-Drop, Zuordnungsaufgaben, jeweils mit kontextspezifischen Beispielsätzen, Self-Check und kurzen Erklärungen beim Auflösen. Am Ende koppelt die Seite die Übung an den eigenen Text: die Schüler:innen werden aufgefordert, die Stelle in ihrer eigenen Arbeit zu suchen, an der ihnen genau dieser Fehler passiert ist, und den Satz neu zu schreiben. Die Datei läuft offline im Browser und kann den Schüler:innen für die Berichtigungsstunde oder als Hausaufgabe zur Verfügung gestellt werden.
Was noch kommt
In künftigen Versionen geplant: BYOK-API-Modus (direkter Zugriff auf Anthropic oder OpenAI ohne Copy-Paste), erweiterte Berichtigungsseite-HTML aus den gesammelten Überarbeitungsaufträgen, Klassenarbeit-Trends über mehrere Lerngruppen.
Die mündliche Prüfung, erlasskonform gebaut.
Die Sprechprüfung (Modul 5) ist ein eigenständiges Format: die mündliche Prüfung, die eine schriftliche Lernkontrolle ersetzt – in der Sekundarstufe I (Jg. 5–10) ebenso wie in der Oberstufe / im Abitur. Ein Stufen-Umschalter im Rahmen stellt Niveau-Vorauswahl, Zeiten, KI-Set-Prompt und Bewertungsbögen passend um. Du baust die Aufgabensets, lost die Prüfungspaare aus, erzeugst den Zeitplan und exportierst das komplette Set als Word-Dateien. Die Bewertung selbst trägst du von Hand auf den ausgedruckten Bewertungsbögen ein (nicht am Bildschirm).
Der feste Aufbau
Eine Sprechprüfung ist stark formalisiert und besteht grundsätzlich aus drei Teilen:
- Interview (dialogisch): kurze Fragen der Lehrkraft zum Leitthema.
- Monolog (zusammenhängendes Sprechen): je Kandidat/in ein bis zwei Bildimpulse, beschreiben, vergleichen, Stellung nehmen. Im ersten Lernjahr (Sek I) kann der Monolog entfallen; in der Oberstufe sind es zwei Fotos, die in Beziehung gesetzt und erklärt werden.
- Dialog (interaktiv): die Prüflinge handeln miteinander ein Szenario aus und einigen sich.
- Keine Vorbereitungszeit, keine Hilfsmittel – geprüft wird spontanes Sprechen. (RdErl. MK 02.11.2015)
- Partner- (2) oder Dreiergruppenprüfung, keine Einzelprüfung; die Paare werden gelost. (ebd. · IGS-Erlass 2017)
- Prüfungsdauer als Richtwert nach Niveau (A1 8–10 · A2 12–13 · B1 15–16 Min.). (ebd.)
- Oberstufe / Abitur (Richtwert gA, neu beginnend): 15 Min. Prüfung + 10 Min. Beratung je Paar; Interview 5–6 · Monolog je Prüfling 2 · Dialog 5–6 Min.; beim Set-Wechsel 15 Min. Pause. (Zentralabitur 2026 Spanisch, Ablaufplan/EWH)
Aufgabensets bauen und auslosen
Du legst so viele Sets an, wie du parallel brauchst. Jedes Set enthält die drei Teile mit Fragenliste, Monolog-Aufträgen und Dialogszenario. Für den Monolog liefert das Tool ein Feld für einen KI-Bildprompt: den Prompt kopierst du in dein Bildwerkzeug, erzeugst das Bild und lädst es direkt hoch (bis zu zwei je Auftrag) – es wird automatisch an der richtigen Stelle und Größe ins Word-Dokument eingesetzt. Ohne Upload bleibt ein Platzhalter zum späteren Einfügen. Anschließend trägst du die Namen ein und lässt Prüfungspaare und Set-Zuordnung auslosen.
Beim Bauen hilft ein KI-Set-Assistent: Du gibst Rahmenthema, Dialog-Thema und Fragenzahl an, kopierst den fertigen Prompt in dein KI-Werkzeug, und der zurückgelieferte JSON-Block füllt ein neues Set automatisch (der empfohlene Aufbau je Jahrgang ist eingewoben; in den frühen Jahrgängen kann der Monolog entfallen). Optional trägst du je Set einen Erwartungshorizont ein (Interview, Monolog, Dialog), der nur im Prüferskript erscheint; auch ihn kann die KI gleich mitliefern.
Ein bestehendes Set lässt sich mit Set duplizieren als Vorlage kopieren (Struktur und Formulierungen bleiben, die Bilder nicht), statt jedes Parallelset von null zu bauen. Beim Losen werden die Sets blockweise vergeben, also mehrere Gruppen hintereinander mit demselben Set: das entspricht dem Abitur-Ablauf und lässt zwischen zwei Gruppen mit gleichem Set möglichst wenig Zeit zum Austausch. Die Blöcke werden gleichmäßig verteilt, sodass jedes angelegte Set zum Einsatz kommt; reichen die Sets für alle Gruppen, bekommt jede ihr eigenes. Ein zugelostes Set lässt sich nicht löschen, nur überarbeiten, und wer ein anderes Set löscht, wird gewarnt, wenn dadurch die Nummern schon zugeloster Sets aufrücken. Ein Joker, der in seiner eigenen Prüfung dasselbe Set zieht, wird als Einspringer gar nicht erst angeboten.
Der Zeitplan rechnet die Prüfungsdauer automatisch aus dem gewählten Niveau und der tatsächlichen Gruppengröße (Erlass-Höchstwerte, A1 kürzer, B2 länger), schlägt einen frei einstellbaren Bewertungspuffer auf (in der Oberstufe die Beratungszeit, Richtwert 10 Min., und beim Wechsel des Aufgabensets eine Pause zur Aufgabensicherheit) und berechnet Pausen und Endzeit. Eine Gruppe, die vollständig fehlt, belegt keinen Slot mehr, sondern steht als „entfällt" im Plan. Ein separates Vorbereitungsblatt (Redemittel, inhaltliche Anforderungen, Prüfungstipps, ebenfalls mit KI-Hilfe) gibt es für die Schüler:innen zum Üben vorab.
Bewertung
Bewertet wird kriterienbasiert nach dem Erlass-Raster: die vier Kriterien der Protokollant/in (kommunikatives Handeln, sprachliche Flexibilität und Kohärenz, Wortschatz, Aussprache) plus der Gesamteindruck der Prüfer/in, je 0–5 Punkte. Die Bögen tragen den GeR-Referenzkopf des gewählten Niveaus und die Bandbeschreibungen für 5, 3, 1 und 0, damit die Deskriptoren beim Zuhören nicht im Kopf sein müssen.
Für den Prüfungstag gibt es die Prüfungsmappe je Gruppe: ein Bündel zum Ausdrucken und Stapeln, mit Deckblatt (Namen, Set, Termin, Raum, Prüferteam), dahinter das Skript mit Notizfeldern für Monolog und Dialog, dahinter die Bewertungsbögen der anwesenden Prüflinge. Damit liegt im Raum ein Stapel statt drei, die man nach Gruppennummer sortieren muss. Der Umfang richtet sich nach der tatsächlichen Gruppengröße, eine Zweiergruppe bekommt also keine dritte Monologseite.
Abwesenheit und Joker: Fehlt jemand am Prüfungstag, setzt man den Haken bei der Person, statt neu zu losen. Eine andere Person kann als Joker in die Gruppe einspringen, damit das Gespräch stattfinden kann; sie wird dort nicht bewertet und bekommt keinen zweiten Bogen. Angeboten werden nur Personen, die nicht in derselben Gruppe sitzen und deren eigene Prüfung ein anderes Aufgabenset hat. Zeitplan, Skript und Bögen weisen beides aus; eine komplett abwesende Gruppe belegt keinen Slot mehr, sondern steht als entfallen im Plan (ein Joker wird dort nicht mehr angeboten). Wird eine Abwesenheit zurückgenommen und die Gruppe ist wieder vollständig, bietet das Tool an, den Joker-Einsatz zurückzunehmen. Ändert sich eine Namensschreibweise nach dem Losen, gleicht Namen übernehmen sie an, ohne Gruppen, Sets und Zeitplan zu verwerfen. Das geht zeilenweise: Wurde die Liste umsortiert, bricht das Tool ab, statt Namen in fremde Gruppen zu schieben, und bei mehr als zwei Änderungen fragt es vorher nach.
A = Summe der Kriterien 1–4 (max. 20), B = Gesamteindruck × 2 (max. 10), Summe = /30 → Note über den Erlass-Schlüssel (Sek I: 1 = 30–28 … 6 = 5–0). In den Jahrgängen 5–8 der IGS/KGS genügt eine Lehrkraft; dann greift die Ein-Prüfer-Variante mit drei Kriterien (Summe × 2). Das GeR-Niveau steuert die Referenzdeskriptoren.
Im Oberstufenmodus erzeugt das Tool den Bewertungsbogen nach Anlage 3: dieselben fünf Kriterien und die Summe /30, aber mit der offiziellen Umrechnung /30 → Notenpunkte (0–15) als abgedruckter Tabelle (30 = 15 Punkte … 5–0 = 0 Punkte) und dem Feld für die zusammenfassende Begründung. Dazu kommen die beiden Referenzblätter (Gesamteindruck-Raster der Prüfer/in, Anlage 1, und Protokollant-Raster für das gewählte Niveau, Anlage 2). Je Prüfling sind drei Dokumente der Prüfungsakte beizulegen (§ 24 AVO-GOBAK).
Word-Export
Rechts im Export sind die Dokumente danach sortiert, wer sie braucht. Was erst nach dem Auslosen geht, steht ausgegraut mit dem Hinweis „nach dem Auslosen“.
- Für den Prüfungsraum (Lehrkraft): die Prüfungsmappe je Gruppe (siehe oben), das Prüferskript ohne Bögen (Interviewfragen, Zusatzimpulse, Bildprompts, Notizfelder und, falls eingetragen, der Erwartungshorizont je Set) und die Bewertungsbögen (eine ganze Seite pro Prüfling, blanko zum Handausfüllen).
- Für die Prüflinge: die Set-Karten (Monolog mit Bild, Dialog; ohne Erwartungshorizont und Zusatzimpulse), das Vorbereitungsblatt und der Zeitplan zum Aushang (ohne Set-Spalte und ohne Abwesenheitsvermerke).
- Organisation: der ausführliche Zeitplan fürs Prüferteam, der Ablaufplan (Richtzeiten je Teil) und die Rückmeldebögen (Sek I).
- Alles als ZIP: alle Dokumente auf einmal, in den Ordnern Lehrkraft, Prüflinge und Organisation, damit niemand die falsche Datei austeilt.
Oben über dem Editor zeigt eine Schrittleiste (Rahmen, Aufgabensets, Prüflinge & Los, Zeitplan, Vorbereitungsblatt, Export), was schon erledigt ist; ein Klick springt zum Abschnitt. Lange Aufgabensets lassen sich einklappen, Bilder für den Monolog per Klick, durch Hineinziehen oder mit Cmd/Strg+V ins Bildfeld setzen.
Dokumente, die das Los voraussetzen (Bewertungsbögen, Zeitpläne, Rückmeldebögen), sind vorher deaktiviert und erklären das im Tooltip; das ZIP lässt sie aus und nennt sie, statt komplett abzubrechen. In der Oberstufe entfällt der Rückmeldebogen, weil er ein Sek-I-Dokument ist (30 Punkte, Notenübersicht 1–6). Scheitert ein Dokument beim Erzeugen, nennt das ZIP es samt Fehlermeldung, statt es stillschweigend auszulassen. Fehlt das zugeloste Set einer Gruppe (etwa in einer alten Datei), steht das sichtbar in Mappe, Skript und Bogen, statt still die Aufgaben von Set 1 zu drucken. Mehrzeilige Eingaben wie Monolog-Auftrag, Szenario oder Erwartungshorizont behalten in Word ihre Zeilenumbrüche, und der Sek-I-Bewertungsbogen ist so bemessen, dass Bemerkungen und Unterschriften auf derselben Seite bleiben.
JSON laden: Ist die Prüfung aus der Datei schon im Browser gespeichert, wird sie nicht still überschrieben; das Tool fragt, ob ersetzt oder eine Kopie angelegt werden soll. Dateien aus anderen Werkzeugen (etwa eine Einheitsplanung) lehnt dieser Knopf ab, sie laufen über Aus Einheitsplanung.
Während der Prüfung: der Bildschirm-Timer
Im Zeitplan startet ▶ Start je Gruppe eine große Anzeige mit Gruppennummer, Namen, Set und laufender Phase. Die Phasengrenzen kommen aus demselben Ablaufplan, der auch gedruckt wird: Interview, Monolog je Kandidat/in, Dialog. Die Zeiten richten sich nach der tatsächlichen Gruppengröße und dem zugelosten Set (Monolog nur, wenn dieses Set ihn hat). Die Restzeit läuft rückwärts, färbt sich in der letzten halben Minute und zählt danach sichtbar ins Plus, statt einfach stehen zu bleiben. Die Leertaste schaltet zur nächsten Phase, P pausiert, Esc schließt. Eine gehaltene Taste springt nicht durch alle Phasen, und die Seite dahinter bleibt gesperrt, solange der Timer offen ist. So muss beim Zuhören und Mitschreiben niemand die Zeitverteilung im Kopf behalten.
Häufige Fragen.
Stolperfallen, typische Verständnisfragen und Hinweise zu Datenschutz und Datenmigration.
Bedienung
Wo werden meine Daten gespeichert? Browser-Cache?
Nein, nicht im Browser-Cache. Die Daten landen in einer eigenen Browser-Datenbank namens IndexedDB. Das ist eine andere technische Schublade als der Cache. Cache ist für temporäre Web-Ressourcen wie Bilder oder Skripte und wird oft beim „Cache leeren" entfernt. IndexedDB ist für persistente App-Daten und bleibt auch nach „Cache leeren" erhalten – sie wird in der Regel nur über die Option „Cookies und Site-Daten löschen" geleert.
Die IndexedDB ist an Browser, Profil und Gerät gebunden. Wer auf einem anderen Rechner oder mit einem anderen Browser arbeitet, sieht dort eine leere App. Die Daten sind nicht weg, sie liegen am ursprünglichen Ort.
Auf macOS Chrome liegt die Datenbank physisch unter ~/Library/Application Support/Google/Chrome/Default/IndexedDB/, bei Safari analog unter ~/Library/WebKit/Storage/. Auf Windows entsprechend im Browser-Profilordner.
Was passiert mit hochgeladenen Klausur-Dateien (DOCX, PDF) im Feedback-Tool?
Anhänge werden ebenfalls in der IndexedDB gespeichert, als Binär-Daten (Blob). Sie sind nicht im normalen Browser-Cache und gehen beim Cache-Leeren nicht verloren. Standardmäßig sind sie nicht im JSON-Export enthalten, weil das die Datei stark aufblähen würde. Wer die Anhänge mit auf einen anderen Rechner nehmen oder ein vollständiges Backup machen will, nutzt die ZIP-Backup-Funktion (siehe nächste FAQ).
Die maximale Dateigröße pro Anhang liegt bei 20 MB. Das reicht für übliche DOCX, PDF mit Scans und Bilder.
Wie mache ich ein vollständiges Backup mit Anhängen?
Im Feedback-Tool gibt es im Header den Knopf „Backup als ZIP". Damit wird die Korrekturrunde zusammen mit allen hochgeladenen Anhängen in eine einzige ZIP-Datei verpackt und heruntergeladen. Die ZIP enthält:
- eine
feedback.jsonmit allen Schüler-, Feedback- und KA-Daten - einen Ordner
attachments/mit den Originaldateien (DOCX, PDF, Bilder) - ein Manifest, das die Dateien zu den Anhang-IDs zuordnet
Diese ZIP-Datei kann sich die Lehrkraft selbst per E-Mail oder Cloud-Speicher zuschicken, auf einen anderen Rechner kopieren oder als Sicherung archivieren.
Wie spiele ich ein ZIP-Backup wieder ein?
Im Feedback-Tool den Knopf „Arbeit / Werkbank / JSON / ZIP laden" klicken und die ZIP-Datei auswählen. Das Tool erkennt automatisch, dass es sich um ein Backup handelt: Es entpackt die feedback.json, schreibt die KA-Daten zurück in die IndexedDB und stellt alle Anhänge in der richtigen Zuordnung wieder her. Eine Toast-Meldung bestätigt anschließend, wie viele Schüler:innen und Anhänge wiederhergestellt wurden.
Hinweis: Gibt es auf dem Zielrechner bereits eine Korrekturrunde mit derselben ID (etwa weil das Backup schon einmal importiert wurde), fragt das Tool nach: vorhandene Runde ersetzen, als Kopie anlegen oder den Import abbrechen. Die Kopie bekommt eine eigene ID und eigene Anhänge, die vorhandene Runde bleibt unberührt. Vor dem Wechsel speichert das Tool außerdem die offene Runde, damit keine letzte Eingabe verloren geht.
Wie nehme ich eine Klassenarbeit aus „Klassenarbeit erstellen“ auf einen anderen Rechner?
In „Klassenarbeit erstellen“ über „⋯“ und „Als JSON sichern“ (oder in Schritt 5 mit „⇩ Als JSON sichern“) eine Datei speichern. Auf dem Zielrechner über „⋯“ und „JSON-Datei laden“ oder auf der leeren Startfläche über „Datei laden“ wieder einlesen. Texte und Bilder stecken in der Datei, eine ZIP-Variante ist hier nicht nötig; nur das Schullogo ist pro Browser gespeichert und muss auf dem Zielrechner einmal neu hochgeladen werden. Im Feedback-Tool ist die ZIP-Variante zu bevorzugen, wenn Anhänge dabei sind.
Was passiert, wenn ich den Browser-Cache leere?
Cache leeren betrifft normalerweise nur temporäre Web-Ressourcen – die App-Daten in IndexedDB bleiben erhalten. Erst wenn man explizit „Cookies und andere Site-Daten" für die Domain löscht, gehen auch die App-Daten verloren. Vor einer kompletten Site-Daten-Bereinigung sicherheitshalber JSON- oder ZIP-Backup ziehen.
Eine JSON-Datei lässt sich nicht importieren.
„Klassenarbeit erstellen“ akzeptiert die eigene JSON-Sicherung (Stage „erstellung"), ältere Dateien aus dem KA-Planer (Stage „planung") und dem KA-Builder sowie eine aus dem Feedback-Werkzeug gesicherte Arbeit (ohne Korrekturdaten). Einheitsplanungen (.ltc.json) laufen über „⋯“ und „Aus Einheitsplanung übernehmen“. Andere JSON-Strukturen werden mit „In dieser Datei steckt keine Klassenarbeit.“ abgelehnt. Falls eine Datei abgelehnt wird, lohnt es sich zu prüfen, ob sie vielleicht aus einem anderen Tool stammt oder ob ihre Struktur durch manuelles Bearbeiten beschädigt wurde.
Der Word-Export sieht in Word komisch aus.
Die Dokumente sind reguläre .docx-Dateien und sollten in Word, LibreOffice oder Pages problemlos öffnen. Falls etwas verschoben aussieht: möglicherweise ist die verwendete Schrift nicht installiert, dann fällt Word auf einen Default zurück. Standardmäßig wird Cambria genutzt, das sollte überall vorhanden sein. Layout, Schriftgrößen, Farben sind anschließend in Word frei anpassbar.
Muss ich weiterhin am Rand korrigieren?
Die Rückmeldung trägt der Feedbackbrief. Wer die klassische Randkorrektur zusätzlich braucht, findet den Weg im Abschnitt „Randkorrektur (optional)“.
Datenschutz und KI
Werden Schülerdaten an externe Server gesendet?
Nicht durch das Tool selbst. Die Apps laufen vollständig im Browser, speichern lokal in IndexedDB und übertragen nichts an einen Server. Schriften und Hilfs-Libraries liegen lokal im Ordner vendor/; nur falls diese Kopien fehlen, werden docx, mammoth und JSZip von unpkg.com nachgeladen. Schülerinhalte gehen dabei nicht mit.
Die Klausur-Werkbank ist ein eigenes, lokal installiertes Programm: Dort gehen Scans nur auf ausdrückliche Aktion an den gewählten KI-Anbieter (siehe Kapitel Transkribieren).
Der einzige Moment, in dem Schülerinhalte an einen externen Dienst gehen, ist, wenn die Lehrkraft den vorbereiteten Korrekturprompt manuell in eine KI einfügt. Was dort passiert, hängt vom KI-Anbieter ab und liegt außerhalb der Tool-Kontrolle (siehe nächste FAQ).
Was muss ich beim KI-Workflow datenschutztechnisch beachten?
Das Tool übergibt keinerlei Daten automatisch an eine KI. Erst der manuelle Klick auf „Korrekturprompt kopieren" und das anschließende Einfügen in einer KI-Konversation übergibt Schülertexte an den jeweiligen Anbieter.
Empfohlenes Vorgehen:
- Mit der Datenschutzbeauftragten der Schule sprechen, bevor Schülertexte produktiv in fremde KI-Dienste fließen.
- Anbieter mit Auftragsverarbeitungsvertrag für Schulen bevorzugen, etwa fobizz, statt direkt zu OpenAI, Anthropic, Google oder Microsoft.
- Texte vor dem Übergeben sichten: Die Namens-Anonymisierung des Tools ersetzt nur den Schülernamen. Andere personenbezogene Inhalte (Wohnort, Familie, Lehrkräfte, Schule) müssen ggf. manuell ersetzt werden, wenn der Anbieter nicht DSGVO-konform ist.
- Daten löschen nach der Notenkonferenz: Im Tool über „Diese Korrekturrunde löschen" oder über das Browser-Site-Daten-Löschen.
Die Verantwortung für die DSGVO-Konformität liegt bei der Lehrkraft beziehungsweise der Schule, nicht beim Tool selbst.
Wie funktioniert die Anonymisierung in den KI-Prompts?
Beim Klick auf einen der Prompt-Knöpfe (Runden, Feedback, Kompakt, Klassenanalyse, HTML-Übungsseite) wird der eingegebene Schülername automatisch durch „Schüler:in" ersetzt, sowohl im Prompt-Header als auch innerhalb des Schülertexts (sofern der Name dort vorkommt). Das ist eine einfache String-Ersetzung, keine semantische Erkennung anderer personenbezogener Inhalte.
Eine erweiterte Anonymisierung (Orte, Daten, Schulnamen, Bezugspersonen) ist als Feature für eine künftige Version geplant. Bis dahin gilt: Vor dem Einfügen in eine nicht DSGVO-konforme KI den Text überfliegen und manuell anonymisieren, falls personenbezogene Inhalte enthalten sind.
Wieso schlägt die KI keine Note vor?
Bewusst nicht. Die Bewertungshoheit liegt zwingend bei der Lehrkraft – rechtlich, weil sie die Noten verantwortet, und didaktisch, weil ein zu früh fixierter KI-Vorschlag Anchoring-Effekte erzeugt und der Lehrkraft die Verantwortung nimmt.
Der Workflow ist deshalb geteilt: In den Runden ordnet die KI den Text je Kriterium am Raster ein, mit Belegen, aber ohne Note und ohne Gesamttendenz; die Note trägt die Lehrkraft nach jeder Runde selbst ein. Im Feedback-Schritt formuliert die KI mit den festgelegten Noten als fixierten Parametern. Nennt die KI in einer Runde dennoch eine Note, hat der Prompt seinen Zweck verfehlt: Hinweis „bitte keine Notenvorschläge, nur die Einordnung je Kriterium“ geben und weiterarbeiten.
Hinzu tritt ein Befund aus Produkttests. Mühlhoff und Quägwer (2026) beobachten in explorativen Testreihen, dass dieselbe Abgabe bei wiederholter automatischer Bewertung erheblich abweichende Ergebnisse erhalten kann, am stärksten bei Texten mittlerer Qualität. Belastbar ist daran, dass derselbe Text nicht verlässlich dieselbe Bewertung erhält, nicht dagegen der Nachweis, dass die Maschine unzuverlässiger urteilt als der Mensch: Ein menschlicher Vergleichsmaßstab fehlt der Studie, und auch menschliche Bewertungen streuen (Yun 2023). Die Studie selbst spricht denn auch von Reproduzierbarkeit und nicht von Reliabilität. Für den Workflow zählt ohnehin ein anderes Argument: Eine maschinell erzeugte Zahl entsteht hier gar nicht erst, während eine Diagnose, deren Einzelbefunde sich am Text überprüfen lassen, der Kontrolle der Lehrkraft zugänglich bleibt.
Warum die ständige Frage „passt das so oder umformulieren"?
Der iterative Dialog ist Absicht. Wenn die KI alles in einem Wurf liefert, neigen Lehrkräfte zum 1:1-Abschreiben – und genau das ist das Anti-Pattern, das wir vermeiden wollen. Im Schritt-für-Schritt-Modus bleibt die Lehrkraft Akteurin, hinterfragt, justiert, setzt eigene Akzente.
Tipp: Voice-to-Text-Tools wie Wispr Flow oder ParaSpeech machen diesen Dialog deutlich schneller. „Passt", „kürzer", „mehr zur Argumentation", „Tonfall freundlicher" – das spricht sich schneller, als es sich tippt.
Geteilte Schul-Computer – wie sicher ist das?
Wenn mehrere Personen dasselbe Browser-Profil nutzen, haben alle Zugriff auf die IndexedDB-Inhalte. Auf geteilten Geräten daher entweder ein eigenes Browser-Profil verwenden oder am Ende der Session die Site-Daten gezielt löschen. Auf Privatgeräten ist das unkritisch.
Browser-Sync (Chrome-Sync, Edge-Sync, Safari-iCloud) synchronisiert IndexedDB nicht standardmäßig. Anders als Lesezeichen oder Passwörter bleiben Korrekturdaten geräte-lokal.
Was ist mit den Quellen am Korrekturrand, KCs und Erlassen?
Die Meldungen am Korrekturrand von „Klassenarbeit erstellen“ und die Hinweise im Feedback-Werkzeug verweisen auf die Kerncurricula der Sekundarstufe I, also Englisch (2026, löst die Fassung von 2015 ab), Spanisch (2024) und Französisch (2025), für die Oberstufe auf Englisch (2018), Französisch (2024) und Spanisch (2026) sowie auf den Erlass des MK Niedersachsen von 2015, die ergänzenden Hinweise des MK Niedersachsen vom 22.11.2018 und, für die Dauer einer Klassenarbeit, den RdErl. vom 01.08.2025 (Nr. 6.5). Der Fokus liegt auf der Sekundarstufe I, Sekundarstufe II wird mitversorgt aber nicht primär adressiert. Wer die Regellage im Zusammenhang nachlesen will, findet sie aufbereitet unter Klassenarbeiten und Klausuren in den modernen Fremdsprachen ↗, mit Fundstellen zu Erlassen, Kerncurricula und Bildungsstandards.
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Feedback, Bugs, Verbesserungsvorschläge
Bei Fragen, gefundenen Fehlern oder Wünschen für künftige Versionen freuen wir uns über eine Nachricht:
info@languageteachercrew.comDiese Anleitung wird laufend ergänzt. Stand: Oktober 2026.