Language Teacher Crew · Einheitsplanung Stundenplanung Konstruktionswerkstatt Klassenarbeiten
Einheitsplanung · ab hier planst du, nicht das Buch

Von der Lernaufgabe zur Einheit

Vom Ziel her geplant, in rund 20 Minuten fertig und druckbar. Das Lehrwerk bleibt deine Materialquelle, nicht dein Fahrplan.

Ziel→Weg dorthin→Können
So funktioniert das Werkzeug (2 Minuten)

Der kürzeste Weg

  1. Eckdaten eintragen, dann Bereich 1 bis 3 ausfüllen: Ziel, Kompetenzen, Four Strands. Das ist das Gerüst und reicht für eine erste Planung.
  2. Wer mag, lässt eine KI die Lehrwerks-Analyse machen (Abkürzung über dem Bereich 1 oder der 🤖-Knopf in jedem Bereich).
  3. Unten im Planungs-Check siehst du, ob der rote Faden hält. Dann ausdrucken: komplett, als Einseiter oder als Blatt für die Klasse.

Was hier NICHT geplant wird

Diese Seite plant den Bogen der ganzen Einheit. Die einzelne Stunde mit Verlaufsplan, Folien und Hilfen planst du in der Stundenplanung. Ein Werkzeug, ein Job.

Während die Einheit läuft

In Bereich 9 bekommt jeder Takt ein Datum, sobald du Beginn und Unterrichtstage einträgst. Abgehakte Takte werden grau, der nächste offene ist markiert, und pro Takt gibt es eine Notiz für Hausaufgabe, Ausfälle oder Ideen.

Mehrere Klassen

Oben in der Leiste unter „Meine Einheiten“ legst du beliebig viele Einheiten an, wechselst zwischen ihnen oder duplizierst eine, etwa für die Parallelklasse oder das nächste Schuljahr.

Die vier Werkzeuge

hierEinheitsplanungPlant die Einheit vom Ziel her und erzeugt die Datei für alle anderen.
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StundenplanungMacht daraus konkrete Stunden: Verlaufsplan, Folien, Scaffolds.
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KonstruktionswerkstattBaut aus deinem Wortschatz (Bereich 4) Übungen und Wiederholung.
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KlassenarbeitenBaut aus Bereich 7 die passende Leistungsüberprüfung.

So arbeitest du mit der KI (falls du magst)

Es gibt keinen Knopf, der eine KI anruft: Du bleibst in deinem eigenen Werkzeug (Claude, ChatGPT o. Ä.), hier wird nichts übertragen. Prompt kopieren, in der KI einfügen (bei der ganzen Einheit mit Fotos der Buchseiten), die Antwort zurückkopieren und auf Übernehmen klicken. Die KI antwortet in Zeilen wie @s4_wortschatz: ...; bricht eine Antwort ab, wird übernommen, was da ist.

Ohne KI oder ohne Lehrwerk

Jedes Feld kannst du selbst ausfüllen; die + Bausteine unter vielen Feldern sparen Tipparbeit. Ohne Lehrwerk (Oberstufe, Lektüre, eigenes Material) setzt du in der KI-Abkürzung den Haken „Ohne Lehrwerk“.

Deine Daten

Alles bleibt in diesem Browser auf diesem Gerät, automatisch gespeichert, nichts geht ins Internet. Der Preis: Anderer Browser oder gelöschte Browserdaten, und die Planung ist weg. Deshalb ab und zu „Sichern“ (Datei) oder als Word-Dokument ablegen.

Planung
0/8
Four Strands
–
Eckdaten der Einheit
Ansicht

Statt alles selbst zu tippen, macht die KI die Vorarbeit: Sie analysiert Fotos deiner Lehrwerkseinheit, schlägt zuerst zwei bis drei Lernaufgaben vor und baut nach deiner Wahl einen Entwurf, den du mit einem Klick in die Felder holst. Lieber in kleinen Schritten? Jeder Bereich hat einen eigenen 🤖-Knopf.

  1. Zielsprache wählen und Prompt kopieren.
  2. Mit Fotos der Buchseiten in Claude, ChatGPT o. Ä. einfügen und die Lernaufgabe im Gespräch abstimmen.
  3. Die komplette Antwort unten einfügen und übernehmen. Bricht sie ab, wird übernommen, was da ist.
Schritt 1 · Prompt zum Kopieren
Im Anhang sind Fotos der Seiten einer Lehrwerkseinheit (Unit) für den Fremdsprachenunterricht, ggf. mit Workbook-Seiten. Hilf mir, daraus eine sinnvolle, kompetenzorientierte Einheit zu bauen. Antworte auf Deutsch. Verwende für fachliche Begriffe aber durchgehend die Terminologie der Zielsprache der Unit (bei Englisch z. B. „unit task“/„task“, nicht „tarea“ oder „tâche“) und mische die Sprachen nicht. Plane genau für die oben angegebene Niveaustufe (bei pre-A1 z. B. sehr kleinschrittig, viel Scaffolding, einfache Produkte, noch keine langen freien Texte).

Gehe in ZWEI Schritten vor.

SCHRITT 1 – Lernaufgabe abstimmen (zuerst):
Analysiere kurz die Unit und prüfe, ob es eine Lernaufgabe (Unit Task) gibt. Wenn ja, bewerte sie kritisch (echter kommunikativer Sinn? Adressat? Zweck jenseits der Note?).
Schlage mir dann 2-3 mögliche Lernaufgaben vor. Für jede: ein Satz Idee + ein Satz realistischer Machbarkeits-Check (Alter, Ausstattung, Zeit – z. B. „viele 5.-Klässler haben noch kein Smartphone, daher besser ohne Video“). Frag mich, welche ich nehmen möchte oder was ich ändern will.
WARTE auf meine Antwort und gib in diesem Schritt noch KEINEN @-Block aus.

SCHRITT 2 – Plan bauen (erst nachdem ich eine Aufgabe gewählt oder angepasst habe, oder wenn ich sage „leg direkt los“):
Baue die vollständige Einheit rund um die gewählte Lernaufgabe. Beachte: kommunikative Teilkompetenzen, Wortschatz als Chunks/Kollokationen (nicht als Liste), Grammatik im Dienst der Aufgabe, die Four Strands nach Paul Nation. Sorge dafür, dass jede in @s2_fokus gewählte Fokuskompetenz im Ablauf sichtbar bedient wird (rezeptiv aufgebaut und produktiv angewendet); berücksichtige Sprachmittlung und Hörsehverstehen ausdrücklich, falls gewählt. Sprachmittlung meint sinngemäßes, adressaten- und situationsbezogenes Übertragen, nicht wörtliches Übersetzen. Nutze das Lehrwerk als Steinbruch: Was ist direkt nutzbar, was anpassen, was weglassen? (Seitenzahlen wo möglich.)
Schreibe zuerst deine Analyse als Fließtext, danach das folgende Formular. Ich kopiere es zurück in mein Planungstool, das die @-Zeilen automatisch in die Felder einliest. Wichtig:
- Behalte die @-Markierungen und ihre Namen exakt bei.
- Ersetze den Text in eckigen Klammern durch deinen Vorschlag und entferne die Klammern.
- Kurze, konkrete Vorschläge (gern in Stichpunkten). Wenn zu einem Feld nichts passt, lass es leer.

═══ ZUM ÜBERNEHMEN ═══
@meta_titel: [kurzer Titel der Einheit]
@meta_fach: [Fach, z. B. Englisch]
@meta_klasse: [Jahrgang / Niveau, z. B. Klasse 5, pre-A1]
@s1_aufgabe: [Lernaufgabe: Was tun die Lernenden am Ende, fuer wen?]
@s1_adressat: [Adressat und kommunikativer Zweck jenseits der Note]
@s1_lehrwerk: [Unit Task im Lehrwerk vorhanden? Uebernehmen, anpassen oder ersetzen?]
@s1_teilaufgaben: [optional: mehrere kleine Lernaufgaben, z. B. eine pro Kurzgeschichte; sonst leer lassen]
@s2_fokus: [2-3 Fokuskompetenzen mit Niveaustufe]
@s2_interkult: [interkulturelle Aspekte, falls relevant]
@s2_methoden: [Lern- und Arbeitstechniken]
@s3_input: [Meaning-Focused Input: Texte, Hoertexte, Videos]
@s3_output: [Meaning-Focused Output: Sprech-/Schreibanlaesse mit echtem Zweck]
@s3_language: [Language-Focused Learning: gezielte Spracharbeit]
@s3_fluency: [Fluency Development: fluessiges Anwenden von Bekanntem]
@s4_wortschatz: [relevante Chunks/Kollokationen fuer die Aufgabe]
@s4_einfuehrung: [wie wird der Wortschatz im Kontext eingefuehrt?]
@s4_vertiefung: [wie wird er vertieft / tief verarbeitet?]
@s4_spacing: [wann/wie wird er wiederholt (Spacing)?]
@s5_grammatik: [welche Struktur brauchen sie fuer die Aufgabe? warum diese?]
@s5_aussprache: [Aussprache/Intonation, falls relevant]
@s5_einbettung: [wie wird die Grammatik in die Aufgabe eingebettet?]
@s6_nutzen: [Lehrwerksinhalte direkt uebernehmen - mit Seitenzahlen]
@s6_anpassen: [Inhalte anpassen - was genau?]
@s6_ersetzen: [Inhalte weglassen oder ersetzen]
@s6_ergaenzend: [ergaenzende Materialien ausserhalb des Lehrwerks]
@s7_format: [Format der Leistungsueberpruefung]
@s7_kompetenzen: [welche Kompetenzen werden geprueft?]
@s7_bezug: [Bezug der Pruefung zur Lernaufgabe]
@s7_kriterien: [Bewertungskriterien / Erwartungshorizont]
@s8_anknuepfung: [Anknuepfung an fruehere Einheiten]
@s8_vorausschau: [Vorausschau auf spaetere Einheiten]
@s8_recycling: [systematisches Recycling / Spacing]
@s9_ritual: [Ritualisierter Ein-/Ausstieg, der in jeder Stunde gleich ist - z. B. Warm-up/Rueckblick am Anfang, Sicherung/Abschluss am Ende]
@ablauf:
[Ablauf: eine Zeile pro Takt (Doppel- oder Einzelstunde, siehe Rahmen oben), vier Spalten mit | getrennt - Takt-Nummer | Schwerpunkt/Mini-Task | Strang | Material. Für „Strang" ausschließlich genau eines dieser vier Wörter, ohne Zusatz: Input, Output, Language, Fluency. Nur die Schwerpunkte, der Rahmen steht in @s9_ritual. Beispiel-Zeile: 1 | Partner-Interview | Output | Bilder]
@s10_scaffolds: [Scaffolds / Wortgerueste fuer die Aufgabe]
@s10_diff: [Differenzierung nach oben und unten]
@s10_sprachsensibel: [sprachsensible Unterstuetzung / DaZ]
═══ ENDE ═══
Schritt 2 · Analyse übernehmen

Füge hier die komplette Antwort der KI ein (inklusive der Zeilen, die mit @ beginnen) und klick auf „In die Felder übernehmen“. Vorhandene Eingaben werden nur nach Rückfrage überschrieben – danach kannst du alles anpassen.

Die Lernaufgabe ist der Ausgangspunkt jeder Planung. Nicht das Lehrwerkskapitel, nicht die Grammatikprogression, nicht der Vokabeltest. Die zentrale Frage lautet: Was sollen die Lernenden am Ende dieser Einheit tun können, und für wen tun sie es?

Backward Design (rückwärts planen) Zuerst steht die Lernaufgabe fest; dann wird überlegt, welche Teilschritte (Mini-Tasks) auf dem Weg dorthin nötig sind, welche sprachlichen Mittel die Lernenden brauchen und welche Materialien (auch aus dem Lehrwerk) dafür nützlich sind.

Eine gute Lernaufgabe hat einen kommunikativen Sinn: Sie richtet sich an einen realen oder zumindest realistischen Adressaten und erfüllt einen Zweck jenseits der Notengebung. Viele Lehrwerke schlagen Unit Tasks vor, die diesen Anspruch nicht erfüllen. In solchen Fällen kann die Aufgabe angepasst (upcycled) oder ersetzt werden.

Prüfstein · hält deine Lernaufgabe?

Nicht jede Einheit kann alle Kompetenzen gleichzeitig fördern. Kompetenzorientierung bedeutet, bewusst zu priorisieren: Welche zwei bis drei kommunikativen Teilkompetenzen stehen im Fokus dieser Einheit? Das Kerncurriculum beschreibt die erwarteten Kompetenzniveaus pro Jahrgang; der schulinterne Arbeitsplan ordnet sie den Einheiten zu.

Kommunikative Teilkompetenzen Hör-/Hörsehverstehen, Leseverstehen, Sprechen (zusammenhängend und an Gesprächen teilnehmend), Schreiben, Sprachmittlung. Dazu kommen interkulturelle Kompetenz und Methodenkompetenz als übergreifende Bereiche.

Paul Nation beschreibt vier Stränge, die in einem ausgewogenen Sprachlernprogramm jeweils etwa ein Viertel der Unterrichtszeit einnehmen sollten. Die meisten schulinternen Curricula sind stark auf den dritten Strang (Language-Focused Learning) verzerrt; die anderen drei kommen zu kurz. Wer die Verteilung bewusst plant und dokumentiert, sieht das Ungleichgewicht sofort. Zwei Fokuskompetenzen ordnen sich hier nicht von selbst ein: Hörsehverstehen gehört zum Input (Video/Film mit Verstehensaufgabe), Sprachmittlung eher zum Output (sinngemäßes, adressatenbezogenes Übertragen eines Ausgangstextes, kein wörtliches Übersetzen); hast du sie als Schwerpunkt gewählt, plane sie dort ausdrücklich mit ein.

Meaning-Focused Input
Lesen und Hören zur Informationsentnahme; Texte und Medien, die auf Verstehen ausgerichtet sind; rezeptive Kompetenzentwicklung.
Meaning-Focused Output
Sprechen und Schreiben mit kommunikativem Zweck; die Lernenden produzieren Sprache, um etwas mitzuteilen, nicht um Sprache zu üben.
Language-Focused Learning
Gezielte Arbeit an Sprache: Lexikogrammatik, Aussprache, Rechtschreibung. Dieser Strang ist wichtig, aber er ist ein Viertel, nicht die Hauptsache.
Fluency Development
Aktivitäten, bei denen die Lernenden bereits Bekanntes flüssig anwenden: Timed Writing, Speed Reading, freie Gespräche, Wiederholungen unter Zeitdruck.
Gleichgewichtsprüfung Wenn die Unterrichtszeit einer Einheit ungefähr zu gleichen Teilen auf die vier Stränge verteilt ist, entsteht ein robustes Lernprogramm. Starke Abweichungen (z.B. 60% Language-Focused Learning) deuten auf ein Ungleichgewicht hin, das hinterfragt werden sollte.

Wortschatzarbeit ist kein Nebenschauplatz und kein Testgegenstand. Sie ist ein eigenständiger didaktischer Planungsbereich, der wissenschaftlich fundiert gestaltet werden muss. Dabei gilt: Grammatik und Lexik sind nicht getrennt zu denken. Der Lexical Approach (Lewis) und das Konzept der Lexikogrammatik zeigen, dass Sprache nicht aus Wörtern plus Regeln besteht, sondern aus festen Wortverbindungen, also Chunks, Kollokationen und Phrasemen, die als Ganzes gelernt und abgerufen werden.

Lexikogrammatik (Wortschatz und Grammatik zusammen) Statt Vokabeln und Grammatik getrennt zu unterrichten, werden sprachliche Mittel als feste Bausteine vermittelt. Das bedeutet: nicht to look plus die Regel „Verb + Präposition" lernen, sondern to look forward to + -ing als Ganzes. Die Grenze zwischen Wortschatz und Grammatik ist eine künstliche; das mentale Lexikon kennt sie nicht.

Welcher Wortschatz ist für die Lernaufgabe funktional notwendig?

Die Auswahl des relevanten Wortschatzes erfolgt nicht nach Lehrwerkskapiteln, sondern nach der Frage: Welche sprachlichen Mittel brauchen die Lernenden, um die Lernaufgabe erfolgreich zu bewältigen? Nicht alles, was im Lehrwerk steht, ist relevant; und nicht alles, was relevant ist, steht im Lehrwerk.

Wie tief wird ein Wort verarbeitet? Je mehr die Lernenden ein Wort wirklich brauchen, danach suchen und über seine Verwendung entscheiden müssen, desto besser bleibt es haften (Fachbegriffe: Involvement Load, TOPRA, Technique Feature Analysis nach Nation). Isolierte Vokabeltests lösen davon fast nichts aus – gemeinsames Anwenden im Kontext dagegen sehr viel.

Das Kerncurriculum Niedersachsen stellt klar: Lexikalische, grammatische, orthographische und phonologische Teilleistungen haben eine dienende Funktion. Sie sind kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck der Kommunikation. In der Einheitenplanung bedeutet das: Grammatische Strukturen werden nicht um ihrer selbst willen behandelt, sondern weil die Lernenden sie für die Lernaufgabe brauchen.

Rahmung statt Isolierung Nicht „Unit 3: present perfect progressive", sondern: „Die Lernenden brauchen das present perfect progressive, um in ihrem Travel Blog über Erfahrungen zu berichten." Der Inhalt ist derselbe; die Rahmung macht den didaktischen Unterschied.

Das Lehrwerk ist eine Ressource, kein Fahrplan. Das Kerncurriculum Niedersachsen weist die Fachkonferenzen an, eine sinnvolle Auswahl aus den Lehrwerksinhalten zu treffen. Das heißt: bewusst entscheiden, was genutzt, was angepasst und was weggelassen wird. Kolleginnen und Kollegen abzuholen bedeutet nicht, das Buch für überflüssig zu erklären, sondern zu zeigen, wie man es klüger einsetzt.

Was nutzen wir, was passen wir an, was ersetzen wir?

Die Leistungsüberprüfung muss zur Lernaufgabe passen, nicht umgekehrt. Das Kerncurriculum fordert, dass schriftliche Lernkontrollen ausschließlich kommunikative Teilkompetenzen überprüfen. Seit dem Erlass vom 1. August 2025 können in Niedersachsen bis zu 50% der Klassenarbeiten durch alternative Formate ersetzt werden: Podcasts, Präsentationen, Portfolios, mündliche Prüfungen.

Kohärenz zwischen Unterricht und Prüfung Wenn die Lernaufgabe einen Travel Blog vorsieht, dann ist eine Klassenarbeit, in der isoliert Grammatik abgefragt wird, nicht kohärent. Die Prüfung sollte möglichst direkt an die Lernaufgabe anschließen; im besten Fall ist die Lernaufgabe die Prüfung.

Eine einzelne Einheit steht nie für sich allein. Kompetenzen entwickeln sich spiralcurricular; Wortschatz muss über Wochen und Monate hinweg recycelt werden, damit er ins Langzeitgedächtnis übergeht. Dieser Abschnitt zwingt dazu, die Einheit im größeren Zusammenhang zu denken und das verteilte Wiederholen fest zu verankern, statt es dem Zufall zu überlassen.

Wiederholen als Systementscheidung Was nicht wieder aufgerufen wird, verblasst schnell; das zeigt schon Ebbinghaus' Vergessenskurve. Gut belegt ist vor allem der Spacing-Effekt: Dieselbe Lernzeit, auf mehrere Termine verteilt, wirkt deutlich nachhaltiger als geballtes Pauken, und aktives Abrufen wirkt stärker als bloßes Wiederlesen. Das bedeutet: Die Frage „Wann taucht dieser Wortschatz wieder auf?" muss Teil der Curriculumsplanung sein, nicht eine Hoffnung.
Optional · Vertiefung
Diese Bereiche sind nicht zwingend. Sie helfen, wenn du deine Planung weiter ausarbeiten willst – für eine erste Planung kannst du sie überspringen.

Hier wird aus den Zutaten ein roter Faden: Welchen Schwerpunkt hat jeder Takt auf dem Weg zur Lernaufgabe? Der ritualisierte Ein- und Ausstieg rahmt jede Stunde; du beschreibst ihn einmal. Mit Beginn und Unterrichtstagen bekommt jeder Takt ein Datum. Während die Einheit läuft, hakst du ab und notierst pro Takt, was du dir merken willst.

Unterricht an ein Takt pro Unterrichtstag
setzt alle Zeilen; einzelne Takte änderst du direkt in der Zeile.

Jede Klasse ist heterogen. Damit die Lernaufgabe für alle machbar bleibt, lohnt sich ein kurzer Blick auf Hilfen und Differenzierung – nach oben wie nach unten – und auf sprachsensible Unterstützung für schwächere oder neu zugewanderte Lernende.

Scaffolding (Gerüst zum Sprechen/Schreiben) Satzanfänge, Mustertexte und Wortspeicher geben Halt, ohne die Aufgabe zu verwässern. Sie werden nach und nach abgebaut, wenn die Lernenden sicherer werden.
Planungs-Check

Hält der rote Faden?

Prüft beim Tippen, ob Lernaufgabe, Kompetenzen, Ablauf und Prüfung zusammenpassen. Das sind Hinweise, keine Vorschriften: Wenn etwas bewusst so ist, ist es gut so.

Ausdrucken & Weitergeben
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Komplette Planung

Alle Bereiche als Tabelle, zum Abheften und für die Fachschaft. Leere Felder werden weggelassen; geht jederzeit, auch mittendrin.

Einheit auf einen Blick

Eine Seite: Lernaufgabe, Kompetenzen, Chunks, Prüfung und der Ablauf mit Daten. Fürs Lehrerzimmer, die Pinnwand oder die Vertretung.

Blatt für die Klasse

Was wir am Ende können, worauf es ankommt, welche Wendungen helfen und wie der Fahrplan aussieht. Transparente Ziele für die Lernenden.

Übergibt Lernaufgabe (1), Wortschatz (4), Leistungsüberprüfung (7) und den Ablauf (9) als .ltc.json-Datei. Dieselbe Datei lesen Stundenplanung, Konstruktionswerkstatt und KA-Planer; jedes Tool pickt seinen Teil heraus. Ohne Lehrkraft-Namen, kein Upload.

🔒 Alles bleibt lokal auf diesem Gerät, es wird nichts hochgeladen. Wichtig: Anderer Browser, anderes Gerät oder gelöschte Browserdaten, und die Planung ist weg. Was du behalten willst: oben „Sichern“ oder als Word-Dokument ablegen.

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