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Planungshilfe · Schritt für Schritt zur fertigen Einheit

Von der Lernaufgabe zur Einheit

In rund 20 Minuten zu einer fertigen, druckbaren Einheitsplanung – vom Ziel her gedacht.
📄 Fertige Planung als Word-Dokument oder PDF
🤖 Die KI übernimmt die Lehrwerks-Analyse
✍️ Du füllst nur aus, was du brauchst

Dieses Werkzeug führt dich von der Frage „Was sollen meine Schüler am Ende können?“ Schritt für Schritt zu einer fertigen, druckbaren Einheitsplanung. Du planst vom Ziel her – das Lehrwerk bleibt deine Materialquelle, nicht dein Fahrplan.

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So gehst du vor
  1. Optional: Lade Fotos deiner Lehrwerkseinheit in eine KI (Schnellcheck unten) – das nimmt dir den Großteil der Analyse ab. Ohne Lehrwerk oder ohne KI geht es genauso.
  2. Fülle die Felder von oben nach unten aus. Du musst nicht alles auf einmal machen – deine Eingaben bleiben automatisch gespeichert.
  3. Sichere deine Planung als Word-Dokument oder PDF; für die Feinplanung jeder Stunde geht es in der Stundenplanung weiter.
Dauer: ca. 20–30 Minuten · Für eine erste Planung reichen oft schon die ersten drei Bereiche.
Anleitung: wie dieses Werkzeug funktioniert

Was am Ende herauskommt

Zwei Dinge: eine fertige Einheitsplanung als Word-Dokument oder PDF (zum Abheften, Vorzeigen, in der Fachschaft Teilen) und eine Datei für die anderen Werkzeuge, damit du nichts zweimal eintippst.

Was hier NICHT geplant wird

Diese Seite plant den Bogen der ganzen Einheit: Ziel, Kompetenzen, Wortschatz, Leistungsüberprüfung, grober Ablauf. Die einzelne Stunde mit Verlaufsplan, Folien und Hilfen planst du in der Stundenplanung. Das ist Absicht: ein Werkzeug, ein Job.

Die vier Werkzeuge

hierEinheitsplanungPlant die Einheit vom Ziel her und erzeugt die Datei für alle anderen.
StundenplanungMacht daraus konkrete Stunden: Verlaufsplan, Folien, Scaffolds.
Chunk-WerkstattBaut aus deinem Wortschatz (Bereich 4) Übungen und Wiederholung.
KlassenarbeitenBaut aus Bereich 7 die passende Leistungsüberprüfung.

So arbeitest du mit der KI (falls du magst)

Es gibt keinen Knopf, der die KI anruft – du bleibst in deinem eigenen KI-Werkzeug (Claude, ChatGPT o. Ä.), es wird nichts übertragen. Der Weg ist immer derselbe:

  1. Prompt kopieren – entweder oben im Schnellcheck (ganze Einheit auf einmal) oder in jedem Bereich der Knopf „🤖 KI-Prompt für diesen Bereich" (empfohlen: kleiner, genauer, du bleibst im Gespräch).
  2. In deiner KI einfügen, bei der ganzen Einheit zusammen mit Fotos der Buchseiten. Die KI schlägt dir erst 2–3 Lernaufgaben vor und fragt nach; du entscheidest.
  3. Antwort zurückkopieren in das Feld direkt unter dem Knopf und auf Übernehmen klicken. Die Felder füllen sich, du passt alles an.

Die KI antwortet in Zeilen wie @s4_wortschatz: .... Wenn eine Antwort abbricht: den vorhandenen Teil trotzdem einfügen – was da ist, wird übernommen.

Ohne KI oder ohne Lehrwerk

Jedes Feld kannst du auch einfach selbst ausfüllen – die KI ist ein Angebot, keine Voraussetzung. Und wenn es kein Lehrwerk gibt (Oberstufe, Lektüre, eigenes Material): im Schnellcheck den Haken „Ohne Lehrwerk" setzen, dann fragt die KI nach deinem Material statt nach Buchseiten.

Was die Bereiche leisten

  • 1 bis 3 sind das Gerüst (Ziel, Kompetenzen, Four Strands). Für eine erste Planung reichen die.
  • 4 bis 8 füllen es auf (Wortschatz, Grammatik, Lehrwerk, Leistungsüberprüfung, Anschluss).
  • 9 verteilt alles auf Takte – abhaken, während die Einheit läuft. 10 ist Differenzierung.

Deine Daten

Alles bleibt in diesem Browser auf diesem Gerät, automatisch gespeichert, nichts geht ins Internet. Der Preis: ein anderer Browser oder gelöschte Browserdaten, und die Planung ist weg. Deshalb oben „Sichern (Datei)" nutzen oder als Word-Dokument sichern.

Sichern & Exportieren
Für dich und die Fachschaft: öffnet direkt in Word oder LibreOffice, kein Internet nötig. Leere Felder werden weggelassen. Jederzeit möglich, auch mittendrin.

Übergibt Lernaufgabe (1), Wortschatz (4), Leistungsüberprüfung (7) und den Ablauf (9) als .ltc.json-Datei. Dieselbe Datei lesen Stundenplanung, Chunk-Werkstatt und KA-Planer – jedes Tool pickt seinen Teil heraus. Ohne Lehrkraft-Namen, kein Upload, alles bleibt lokal.

🔒 Alles bleibt lokal auf diesem Gerät, es wird nichts hochgeladen. Wichtig: Anderer Browser, anderes Gerät oder gelöschte Browserdaten – und die Planung ist weg. Was du behalten willst: oben „Sichern (Datei)" oder hier als Word-Dokument.
Eckdaten der Einheit
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Statt die Einheit von Grund auf zu tippen, lass die KI die Vorarbeit machen: Du gibst ihr Fotos deiner Lehrwerkseinheit und den Prompt unten, sie baut daraus einen ersten Entwurf – und den holst du dir mit einem Klick zurück in die Felder. Hat die Unit keine Lernaufgabe, schlägt die KI selbst eine sinnvolle vor.

So geht’s: (1) Prompt kopieren. (2) Zusammen mit Fotos der Buchseiten in Claude, ChatGPT o. Ä. laden. (3) Die komplette Antwort der KI kopieren, unten bei „Analyse übernehmen“ einfügen und auf In die Felder übernehmen klicken – danach passt du alles in Ruhe an.

Zwei Wege: alles auf einmal mit dem Prompt hier (Antwort unten bei „Analyse übernehmen" einfügen) – oder Bereich für Bereich: In jedem Abschnitt findest du oben „🤖 KI-Prompt für diesen Bereich" und gleich darunter ein eigenes Feld, um die Antwort einzufügen und zu übernehmen. Bricht eine Antwort ab: einfach den vorhandenen Teil einfügen – es werden alle @-Zeilen übernommen, die da sind. Kein KI-Werkzeug? Du kannst jedes Feld auch selbst ausfüllen.

Schritt 1 · Prompt zum Kopieren
Im Anhang sind Fotos der Seiten einer Lehrwerkseinheit (Unit) für den Fremdsprachenunterricht, ggf. mit Workbook-Seiten. Hilf mir, daraus eine sinnvolle, kompetenzorientierte Einheit zu bauen. Antworte auf Deutsch. Verwende für fachliche Begriffe aber durchgehend die Terminologie der Zielsprache der Unit (bei Englisch z. B. „unit task“/„task“, nicht „tarea“ oder „tâche“) und mische die Sprachen nicht. Plane genau für die oben angegebene Niveaustufe (bei pre-A1 z. B. sehr kleinschrittig, viel Scaffolding, einfache Produkte, noch keine langen freien Texte).

Gehe in ZWEI Schritten vor.

SCHRITT 1 – Lernaufgabe abstimmen (zuerst):
Analysiere kurz die Unit und prüfe, ob es eine Lernaufgabe (Unit Task) gibt. Wenn ja, bewerte sie kritisch (echter kommunikativer Sinn? Adressat? Zweck jenseits der Note?).
Schlage mir dann 2-3 mögliche Lernaufgaben vor. Für jede: ein Satz Idee + ein Satz realistischer Machbarkeits-Check (Alter, Ausstattung, Zeit – z. B. „viele 5.-Klässler haben noch kein Smartphone, daher besser ohne Video“). Frag mich, welche ich nehmen möchte oder was ich ändern will.
WARTE auf meine Antwort und gib in diesem Schritt noch KEINEN @-Block aus.

SCHRITT 2 – Plan bauen (erst nachdem ich eine Aufgabe gewählt oder angepasst habe, oder wenn ich sage „leg direkt los“):
Baue die vollständige Einheit rund um die gewählte Lernaufgabe. Beachte: kommunikative Teilkompetenzen, Wortschatz als Chunks/Kollokationen (nicht als Liste), Grammatik im Dienst der Aufgabe, die Four Strands nach Paul Nation. Sorge dafür, dass jede in @s2_fokus gewählte Fokuskompetenz im Ablauf sichtbar bedient wird (rezeptiv aufgebaut und produktiv angewendet); berücksichtige Sprachmittlung und Hörsehverstehen ausdrücklich, falls gewählt. Sprachmittlung meint sinngemäßes, adressaten- und situationsbezogenes Übertragen, nicht wörtliches Übersetzen. Nutze das Lehrwerk als Steinbruch: Was ist direkt nutzbar, was anpassen, was weglassen? (Seitenzahlen wo möglich.)
Schreibe zuerst deine Analyse als Fließtext, danach das folgende Formular. Ich kopiere es zurück in mein Planungstool, das die @-Zeilen automatisch in die Felder einliest. Wichtig:
- Behalte die @-Markierungen und ihre Namen exakt bei.
- Ersetze den Text in eckigen Klammern durch deinen Vorschlag und entferne die Klammern.
- Kurze, konkrete Vorschläge (gern in Stichpunkten). Wenn zu einem Feld nichts passt, lass es leer.

═══ ZUM ÜBERNEHMEN ═══
@meta_titel: [kurzer Titel der Einheit]
@meta_fach: [Fach, z. B. Englisch]
@meta_klasse: [Jahrgang / Niveau, z. B. Klasse 5, pre-A1]
@s1_aufgabe: [Lernaufgabe: Was tun die Lernenden am Ende, fuer wen?]
@s1_adressat: [Adressat und kommunikativer Zweck jenseits der Note]
@s1_lehrwerk: [Unit Task im Lehrwerk vorhanden? Uebernehmen, anpassen oder ersetzen?]
@s1_teilaufgaben: [optional: mehrere kleine Lernaufgaben, z. B. eine pro Kurzgeschichte; sonst leer lassen]
@s2_fokus: [2-3 Fokuskompetenzen mit Niveaustufe]
@s2_interkult: [interkulturelle Aspekte, falls relevant]
@s2_methoden: [Lern- und Arbeitstechniken]
@s3_input: [Meaning-Focused Input: Texte, Hoertexte, Videos]
@s3_output: [Meaning-Focused Output: Sprech-/Schreibanlaesse mit echtem Zweck]
@s3_language: [Language-Focused Learning: gezielte Spracharbeit]
@s3_fluency: [Fluency Development: fluessiges Anwenden von Bekanntem]
@s4_wortschatz: [relevante Chunks/Kollokationen fuer die Aufgabe]
@s4_einfuehrung: [wie wird der Wortschatz im Kontext eingefuehrt?]
@s4_vertiefung: [wie wird er vertieft / tief verarbeitet?]
@s4_spacing: [wann/wie wird er wiederholt (Spacing)?]
@s5_grammatik: [welche Struktur brauchen sie fuer die Aufgabe? warum diese?]
@s5_aussprache: [Aussprache/Intonation, falls relevant]
@s5_einbettung: [wie wird die Grammatik in die Aufgabe eingebettet?]
@s6_nutzen: [Lehrwerksinhalte direkt uebernehmen - mit Seitenzahlen]
@s6_anpassen: [Inhalte anpassen - was genau?]
@s6_ersetzen: [Inhalte weglassen oder ersetzen]
@s6_ergaenzend: [ergaenzende Materialien ausserhalb des Lehrwerks]
@s7_format: [Format der Leistungsueberpruefung]
@s7_kompetenzen: [welche Kompetenzen werden geprueft?]
@s7_bezug: [Bezug der Pruefung zur Lernaufgabe]
@s7_kriterien: [Bewertungskriterien / Erwartungshorizont]
@s8_anknuepfung: [Anknuepfung an fruehere Einheiten]
@s8_vorausschau: [Vorausschau auf spaetere Einheiten]
@s8_recycling: [systematisches Recycling / Spacing]
@s9_ritual: [Ritualisierter Ein-/Ausstieg, der in jeder Stunde gleich ist - z. B. Warm-up/Rueckblick am Anfang, Sicherung/Abschluss am Ende]
@ablauf:
[Ablauf: eine Zeile pro Takt (Doppel- oder Einzelstunde, siehe Rahmen oben), vier Spalten mit | getrennt - Takt-Nummer | Schwerpunkt/Mini-Task | Strang | Material. Für „Strang" ausschließlich genau eines dieser vier Wörter, ohne Zusatz: Input, Output, Language, Fluency. Nur die Schwerpunkte, der Rahmen steht in @s9_ritual. Beispiel-Zeile: 1 | Partner-Interview | Output | Bilder]
@s10_scaffolds: [Scaffolds / Wortgerueste fuer die Aufgabe]
@s10_diff: [Differenzierung nach oben und unten]
@s10_sprachsensibel: [sprachsensible Unterstuetzung / DaZ]
═══ ENDE ═══
Schritt 2 · Analyse übernehmen

Füge hier die komplette Antwort der KI ein (inklusive der Zeilen, die mit @ beginnen) und klick auf „In die Felder übernehmen“. Vorhandene Eingaben werden nur nach Rückfrage überschrieben – danach kannst du alles anpassen.

Die Lernaufgabe ist der Ausgangspunkt jeder Planung. Nicht das Lehrwerkskapitel, nicht die Grammatikprogression, nicht der Vokabeltest. Die zentrale Frage lautet: Was sollen die Lernenden am Ende dieser Einheit tun können, und für wen tun sie es?

Backward Design (rückwärts planen): Zuerst steht die Lernaufgabe fest; dann wird überlegt, welche Teilschritte (Mini-Tasks) auf dem Weg dorthin nötig sind, welche sprachlichen Mittel die Lernenden brauchen und welche Materialien (auch aus dem Lehrwerk) dafür nützlich sind.

Eine gute Lernaufgabe hat einen kommunikativen Sinn: Sie richtet sich an einen realen oder zumindest realistischen Adressaten und erfüllt einen Zweck jenseits der Notengebung. Viele Lehrwerke schlagen Unit Tasks vor, die diesen Anspruch nicht erfüllen. In solchen Fällen kann die Aufgabe angepasst (upcycled) oder ersetzt werden.

Prüfstein für die Lernaufgabe: Würde jemand diese Aufgabe auch dann bearbeiten wollen, wenn es keine Note dafür gäbe? Hat die Aufgabe einen Adressaten, der nicht die Lehrkraft ist? Fördert sie echte Sprachverwendung oder nur Vorzeige-Sprache?

Nicht jede Einheit kann alle Kompetenzen gleichzeitig fördern. Kompetenzorientierung bedeutet, bewusst zu priorisieren: Welche zwei bis drei kommunikativen Teilkompetenzen stehen im Fokus dieser Einheit? Das Kerncurriculum beschreibt die erwarteten Kompetenzniveaus pro Jahrgang; der schulinterne Arbeitsplan ordnet sie den Einheiten zu.

Kommunikative Teilkompetenzen: Hör-/Hörsehverstehen, Leseverstehen, Sprechen (zusammenhängend und an Gesprächen teilnehmend), Schreiben, Sprachmittlung. Dazu kommen interkulturelle Kompetenz und Methodenkompetenz als übergreifende Bereiche.

Paul Nation beschreibt vier Stränge, die in einem ausgewogenen Sprachlernprogramm jeweils etwa ein Viertel der Unterrichtszeit einnehmen sollten. Die meisten schulinternen Curricula sind stark auf den dritten Strang (Language-Focused Learning) verzerrt; die anderen drei kommen zu kurz. Wer die Verteilung bewusst plant und dokumentiert, sieht das Ungleichgewicht sofort. Zwei Fokuskompetenzen ordnen sich hier nicht von selbst ein: Hörsehverstehen gehört zum Input (Video/Film mit Verstehensaufgabe), Sprachmittlung eher zum Output (sinngemäßes, adressatenbezogenes Übertragen eines Ausgangstextes, kein wörtliches Übersetzen); hast du sie als Schwerpunkt gewählt, plane sie dort ausdrücklich mit ein.

Meaning-Focused Input
Lesen und Hören zur Informationsentnahme; Texte und Medien, die auf Verstehen ausgerichtet sind; rezeptive Kompetenzentwicklung.
Ideen: Listening for gist, Jigsaw Reading, extensives Lesen, Video mit Verstehensaufgabe.
Meaning-Focused Output
Sprechen und Schreiben mit kommunikativem Zweck; die Lernenden produzieren Sprache, um etwas mitzuteilen, nicht um Sprache zu üben.
Ideen: Information Gap, Rollenspiel mit echtem Adressaten, Schreibkonferenz, Placemat.
Language-Focused Learning
Gezielte Arbeit an Sprache: Lexikogrammatik, Aussprache, Rechtschreibung. Dieser Strang ist wichtig, aber er ist ein Viertel, nicht die Hauptsache.
Ideen: Noticing am Modelltext, Mini-Regel im Kontext, Wortschatznetz, Kollokations-Memory.
Fluency Development
Aktivitäten, bei denen die Lernenden bereits Bekanntes flüssig anwenden: Timed Writing, Speed Reading, freie Gespräche, Wiederholungen unter Zeitdruck.
Ideen: 4/3/2-Technik, Speed Reading, Timed Writing, Running Dictation.
Gleichgewichtsprüfung: Wenn die Unterrichtszeit einer Einheit ungefähr zu gleichen Teilen auf die vier Stränge verteilt ist, entsteht ein robustes Lernprogramm. Starke Abweichungen (z.B. 60% Language-Focused Learning) deuten auf ein Ungleichgewicht hin, das hinterfragt werden sollte.

Wortschatzarbeit ist kein Nebenschauplatz und kein Testgegenstand. Sie ist ein eigenständiger didaktischer Planungsbereich, der wissenschaftlich fundiert gestaltet werden muss. Dabei gilt: Grammatik und Lexik sind nicht getrennt zu denken. Der Lexical Approach (Lewis) und das Konzept der Lexikogrammatik zeigen, dass Sprache nicht aus Wörtern plus Regeln besteht, sondern aus festen Wortverbindungen, also Chunks, Kollokationen und Phrasemen, die als Ganzes gelernt und abgerufen werden.

Lexikogrammatik (Wortschatz und Grammatik zusammen): Statt Vokabeln und Grammatik getrennt zu unterrichten, werden sprachliche Mittel als feste Bausteine vermittelt. Das bedeutet: nicht to look plus die Regel „Verb + Präposition" lernen, sondern to look forward to + -ing als Ganzes. Die Grenze zwischen Wortschatz und Grammatik ist eine künstliche; das mentale Lexikon kennt sie nicht.

Welcher Wortschatz ist für die Lernaufgabe funktional notwendig?

Die Auswahl des relevanten Wortschatzes erfolgt nicht nach Lehrwerkskapiteln, sondern nach der Frage: Welche sprachlichen Mittel brauchen die Lernenden, um die Lernaufgabe erfolgreich zu bewältigen? Nicht alles, was im Lehrwerk steht, ist relevant; und nicht alles, was relevant ist, steht im Lehrwerk.

Wie tief wird ein Wort verarbeitet? Je mehr die Lernenden ein Wort wirklich brauchen, danach suchen und über seine Verwendung entscheiden müssen, desto besser bleibt es haften (Fachbegriffe: Involvement Load, TOPRA, Technique Feature Analysis nach Nation). Isolierte Vokabeltests lösen davon fast nichts aus – gemeinsames Anwenden im Kontext dagegen sehr viel.

Das Kerncurriculum Niedersachsen stellt klar: Lexikalische, grammatische, orthographische und phonologische Teilleistungen haben eine dienende Funktion. Sie sind kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck der Kommunikation. In der Einheitenplanung bedeutet das: Grammatische Strukturen werden nicht um ihrer selbst willen behandelt, sondern weil die Lernenden sie für die Lernaufgabe brauchen.

Rahmung statt Isolierung: Nicht „Unit 3: present perfect progressive", sondern: „Die Lernenden brauchen das present perfect progressive, um in ihrem Travel Blog über Erfahrungen zu berichten." Der Inhalt ist derselbe; die Rahmung macht den didaktischen Unterschied.

Das Lehrwerk ist eine Ressource, kein Fahrplan. Das Kerncurriculum Niedersachsen weist die Fachkonferenzen an, eine sinnvolle Auswahl aus den Lehrwerksinhalten zu treffen. Das heißt: bewusst entscheiden, was genutzt, was angepasst und was weggelassen wird. Kolleginnen und Kollegen abzuholen bedeutet nicht, das Buch für überflüssig zu erklären, sondern zu zeigen, wie man es klüger einsetzt.

Was nutzen wir, was passen wir an, was ersetzen wir?

Die Leistungsüberprüfung muss zur Lernaufgabe passen, nicht umgekehrt. Das Kerncurriculum fordert, dass schriftliche Lernkontrollen ausschließlich kommunikative Teilkompetenzen überprüfen. Seit dem Erlass vom 1. August 2025 können in Niedersachsen bis zu 50% der Klassenarbeiten durch alternative Formate ersetzt werden: Podcasts, Präsentationen, Portfolios, mündliche Prüfungen.

Kohärenz zwischen Unterricht und Prüfung: Wenn die Lernaufgabe einen Travel Blog vorsieht, dann ist eine Klassenarbeit, in der isoliert Grammatik abgefragt wird, nicht kohärent. Die Prüfung sollte möglichst direkt an die Lernaufgabe anschließen; im besten Fall ist die Lernaufgabe die Prüfung.

Eine einzelne Einheit steht nie für sich allein. Kompetenzen entwickeln sich spiralcurricular; Wortschatz muss über Wochen und Monate hinweg recycelt werden, damit er ins Langzeitgedächtnis übergeht. Dieser Abschnitt zwingt dazu, die Einheit im größeren Zusammenhang zu denken und das verteilte Wiederholen fest zu verankern, statt es dem Zufall zu überlassen.

Wiederholen als Systementscheidung: Ebbinghaus' Vergessenskurve zeigt: Ohne regelmäßige Wiederholung gehen bis zu 70% des Gelernten innerhalb von 24 Stunden verloren. Verteiltes Lernen (Spaced Practice) ist um ein Vielfaches effektiver als geballtes Lernen, selbst bei gleicher Gesamtlernzeit. Das bedeutet: Die Frage „Wann taucht dieser Wortschatz wieder auf?" muss Teil der Curriculumsplanung sein, nicht eine Hoffnung.
Optional · Vertiefung
Diese Bereiche sind nicht zwingend. Sie helfen, wenn du deine Planung weiter ausarbeiten willst – für eine erste Planung kannst du sie überspringen.

Hier wird aus den Zutaten ein roter Faden: Welchen Schwerpunkt hat jede Stunde auf dem Weg zur Lernaufgabe? Die Tabelle hält nur die Schwerpunkte fest – der ritualisierte Ein- und Ausstieg (Warm-up, Rückblick, Sicherung, Abschluss) rahmt jede Stunde und gehört fest dazu; du beschreibst ihn einmal unten. Die Spalte „Strang" wird unter der Tabelle ausgezählt: Du siehst sofort, wie sich die Einheit auf die Four Strands verteilt (eine Doppelstunde zählt dabei doppelt). Alles erscheint später auch im Word-Export.

Standard für alle Takte (Doppel = ca. 90 Min., Einzel = ca. 45 Min.); einzelne Zeilen überschreibst du direkt in der Tabelle.
Takt Schwerpunkt / Mini-Task Strang Material

Jede Klasse ist heterogen. Damit die Lernaufgabe für alle machbar bleibt, lohnt sich ein kurzer Blick auf Hilfen und Differenzierung – nach oben wie nach unten – und auf sprachsensible Unterstützung für schwächere oder neu zugewanderte Lernende.

Scaffolding (Gerüst zum Sprechen/Schreiben): Satzanfänge, Mustertexte und Wortspeicher geben Halt, ohne die Aufgabe zu verwässern. Sie werden nach und nach abgebaut, wenn die Lernenden sicherer werden.
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